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Wohl 3 Mio. Corona-Fälle - Sanchez: "Es kommen sehr harte Monate"

In Barcelona - Bars und Restaurants sind geschlossen
In Barcelona - Bars und Restaurants sind geschlossen   -   Copyright  Emilio Morenatti/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Vor zwei Tagen hat Spanien als erstes europäisches Land offiziell die Grenze von einer Million Coronavirus-Infektionen überschritten. Tatsächlich könnten es aber mehr als drei Millionen Infizierte sein. Diese Zahl ergibt sich laut dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez aus den serologischen Tests, die Antikörper des Coronavirus und damit eine vorherige Ansteckung nachweisen.

231 Todesfälle an einem Tag

Das Gesundheitswesen hat an diesem Freitag 19.581 Neuinfektionen und 231 Todesfälle gemeldet. In Spanien liegt die 14-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner inzwischen unter der in Frankreich, Belgien oder der Schweiz. Aber in der Region Navarra ist die 14-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner auf über 1.000 gestiegen. In Katalonien liegt sie bei 491, in Madrid bei 465.

Es wurden in den vergangenen Tagen weiter mehr Covid-19-Patientinnen und -Patienten in Krankenhäusern aufgenommen.

Ende des Ausnahmezustands in Madrid

In der Hauptstadtregion endet der vor zwei Wochen von der Zentralregierung auferlegte Ausnahmezustand an diesem Samstag. Der Gesundheitsminister der Regionalregierung von Madrid, Enrique Ruiz Escudero, hat neue Maßnahmen angekündigt:

"Zwischen 00:00 und 6:00 Uhr sind familiäre oder gesellschaftliche Treffen nur für Menschen erlaubt, die zusammen leben. Für den Rest des Tages wird die Beschränkung auf maximal 6 Personen beibehalten, es sei denn, sie leben zusammen. Im Hotel- und Gaststättengewerbe wird der Barservice ausgesetzt, bei Tischen in Innenräumen wird die Kapazität auf 50% und auf Terrassen auf 75% reduziert".

Diese Regelunen treten schon an diesem Samstag in Kraft. Ab Montag werden in Madrid die Ausgangsbeschränkungen in Stadtteilen mit einem hohen Anteil an Coronavirus-Neuinfektionen reaktiviert.

Einige Regionen wollen Ausnahmezustand

Das Baskenland, die autonome Stadt Melilla, Asturien, Extremadura und La Rioja haben die Zentralregierung gebeten, in ihren Gebieten den Alarmzustand auszurufen.

Sanchez: "Es kommen harte Monate"

Der sozialistische Ministerpräsident forderte das Land erneut zur Einheit auf. "Es kommen harte Monate", erklärte Sanchez im Parlament in Madrid.

Um weitergehende Ausgangssperren zu vermeiden, sollten alle so wenig wie möglich unterwegs sein und nur möglichst wenig Kontakte haben. Weitergehende Einschränkungen kündigte Sanchez nicht an. Er erklärte dagegen das Ampelsystem, nach dem die Regionen bei der Regierung die Ausrufung des Gesundheitsnotstands anfordern können.