El Gouna: Goldene Sterne für Regisseurinnen

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Von Daleen Hassan
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Das El Gouna Filmfestival ist das einzige, das in diesem von Corona überschatteten Jahr im Nahen Osten stattfand. Die Hauptpreise gingen an die Regisseurinnen Jasmila Žbanić und Kaouther Ben Hania.

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Glanzvoll ist die vierte Ausgabe des ägyptischen El Gouna Filmfestivals am Ufer des Roten Meeres zu Ende gegangen. Zwar waren wegen der Coronakrise weniger internationale Stars dabei.

Dennoch zeigte das neuntägige Festival, gerade in diesem Jahr, wie wichtig es ist, eine Kultur zu fördern, die es Filmemachern ermöglicht, ihre Visionen in die Wirklichkeit umzusetzen.

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen waren 63 Spielfilme, 18 Kurzfilme und 10 Dokumentarstreifen aus der ganzen Welt zu sehen.

Hoffnung, Glück, Widerstand

Das El Gouna Filmfestival ist das einzige, das in diesem Jahr im Nahen Osten stattfand, sagt Festivalgründer und Euronews-Mehrheitseigner Naguib Sawiris. "Die Entscheidung, das Festival zu veranstalten, basiert auf vor allem auf der Idee, zeigen zu wollen, dass das Leben weitergeht. Es ist eine Botschaft der Hoffnung, des Glücks und des Widerstands - und um all das geht es im Film.

Bei der Abschlusszeremonie erhielt das Drama "Quo Vadis, Aida?" von Jasmila Žbanić den Goldenen Stern für den besten Spielfilm.

Das Drama über eine Übersetzerin, die während des Bosnienkrieges für die Vereinten Nationen arbeitet, erinnert an das Massaker von Srebrenica im Juli 1995, bei dem als fast 8000 Bosnier - vor allem Männer - ermordet wurden.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Tunesiern Kaouther Ben Hania für ihren Film "The Man Who Sold His Skin" (mit Monica Belucci) über einen syrischen Flüchtling, der sich ein Schengen-Visa auf den Rücken tätowieren lässt und zum lebendigen Kunstwerk in einer Ausstellung wird.

Sie sei wirklich froh, diesen Preis in einem arabischen Land zu gewinnen, sagt die Regisseurin, denn es sei ein Film über einen Flüchtling in Europa, aber aus einer arabischen Perspektive, was eher selten vorkomme.

CineGouna scoutet Talente von morgen

An Glanz mangelte es nicht auf dem roten Teppich mit vor allem arabischen Stars in stilvollen Outfits.

Hinter den Kulissen machte sich das Festival für die Förderung junger Filmemacher stark - unter anderem mit der Plattform CineGouna. Diese stellte Filmprojekte aus Nahost und Nordafrika vor, die sich mit politisch aktuellen Themen, Menschlichkeit und der Stärkung Rolle der Frau befassen.

Neue Talente, die vielleicht schon bald das internationale Filmgeschehen prägen.

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