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Pflegepersonal am Ende

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Pflegepersonal am Ende
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Das Pflegepersonal ist von der Coronakrise auf verschiedenen Ebenen besonders hart getroffen. Kaum war die erste Welle vorbei, kam die zweite. Viele Krankenschwestern und Pfleger sind körperlich, aber auch psychisch, am Rande ihrer Belastbarkeit. Astrid van Male berät die Pflegenden in einem Krankenhaus in Mulhouse in Frankreich.

Sie erklärt: "Ich sehe junge Frauen, 23, 24 Jahre alt, sie sagen mir, dass sie in dieser Nacht wieder vier Menschen sterben sahen. Ich frage mich, was tut das ihnen an? Sie sind so jung und sehen soviele sterben. Und warum sterben soviele? Weil wir sie nicht auf die Intensivstation verlegen, denn wir können ihnen dort auch nicht mehr helfen."

Nolwenn Le Bonzec war nach der ersten Welle am Ende. Sie wusste, sie muss etwas anderes machen. Die ausgebildete Krankenschwester arbeitet jetzt in einer Bäckerei:

"Der psychische Druck war enorm. Wir arbeiteten auf der Quarantänestation, in diesen Anzügen. Am Anfang mussten wir uns um die Masken fast schlagen, weil es kaum welche gab. Wir riskierten unsere Gesundheit. Es war schrecklich. Und dann mitanzusehen, wie soviele Menschen alleine waren, keine Besuche bekommen durften und letztendlich alleine starben.

Sie hatte noch Glück. Mehrere ihrer Kolleginnen konnten keinen neuen Job antreten, sie sind mit Burn-out in der Psychiatrie.