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Coronajahr 2020: Lockdown, Proteste und die Impfstoff-Hoffnung

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Von Lena Roche  & Sabine Sans
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Coronajahr 2020: Lockdown, Proteste und die Impfstoff-Hoffnung
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Die Coronakrise hat 2020 die ganze Welt in Atem gehalten. Das Virus hat sich rapide ausgebreitet, die Länder unvorbereitet getroffen. Unser Leben wurde ohne Vorwarnung auf den Kopf gestellt. Die Pandemie läuft in den einzelnen Regionen der Welt unterschiedlich. Ein Rückblick auf das Coronajahr 2020:

Ausbruch in China

Der Coronavirus-Ausbruch hat im chinesischen Wuhan begonnen. Am 31. Dezember 2019 alarmieren die chinesischen Behörden die WHO über mehrere Fälle einer ungewöhnlichen Lungenentzündung. Das Virus ist unbekannt und scheint von einem Markt für lebende Tiere ausgegangen zu sein. Der Markt wird geschlossen. Als die Fallzahlen steigen, verhängt China einen strengen Lockdown über Wuhan.

Rasante Ausbreitung und Lockdowns

Die Maßnahme verhindert nicht die Ausbreitung des Virus. Im Februar grassiert es im norditalienischen Bergamo. Krankenhäuser, Bestattungsinstitute und Friedhöfe sind bald überlastet. Anfang März verhängt Italien einen Lockdown in der Lombardei und weitet ihn bald auf das ganze Land aus. Am 11. März erklärt die WHO das neue Virus Covid-19 zur Pandemie. Die Infektionen steigen rapide, das Leben in ganz Europa kommt zum Stillstand. Grenzen werden geschlossen. Unternehmen, Veranstaltungsorte und Schulen machen dicht, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern. Mehr als 250 Millionen Menschen sind von den Ausgangssperren betroffen.

Brasilien und die USA verharmlosen das Virus

Auf der anderen Seite des Atlantiks ist Brasilien eines der am stärksten betroffenen Länder. Die Familien der Opfer und das medizinische Personal fühlen sich im Stich gelassen, während Präsident Jair Bolsonaro die Krise herunterspielt und das Virus eine „kleine Grippe“ nennt.

Sein US-amerikanischer Amtskollege Donald Trump behauptet, dass Covid-19 sehr bald überwunden sein wird. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Anfang April gibt es jeden Tag 30.000 Neuinfektionen. Die USA verzeichnen weltweit die meisten Fälle. Persönliche Schutzausrüstung für das medizinische Personal ist knapp, New York wird zu einem der Epizentren der Gesundheitskrise.

Das Virus kennt keinen Urlaub

In Europa zeigen die ersten Abriegelungen Wirkung, die Länder öffnen sich wieder. Aber die Menschen werden aufgefordert, soziale Distanzregeln zu respektieren und Masken zu tragen. Mit steigenden Temperaturen nimmt die Angst vor dem Virus ab und viele fahren unbesorgt in die Ferien.

Aber das Virus kennt keinen Urlaub. Die Zahlen steigen wieder. Die europäischen Staats- und Regierungschefs versuchen, einen zweiten Lockdown zu vermeiden, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Aber Ausgangssperren und lokale Restriktionen reichen nicht aus, und wieder kommt es in vielen Ländern zu einem zweiten teilweisen Lockdown. Auf dem ganzen Kontinent nehmen die Proteste gegen die Einschränkungen zu.

Wachsende Proteste gegen Einschränkungen und die Hoffnung auf einen Impfstoff

Bis Dezember 2020 sind weltweit fast 1,5 Millionen Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Es gibt mehr als 60 Millionen Fälle.

Ein Anstieg, der nur von einem Impfstoff aufgehalten werden kann. Die Covid-19-Impfstoffversuche sind vielversprechend, aber die Pandemie zu beenden, wird dauern.