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Madrid: Ein Winter(alb)traum

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Menschen in Madrid
Menschen in Madrid   -   Copyright  GABRIEL BOUYS/AFP or licensors
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Im Großraum Madrid kämpfen die Menschen gegen Schneemassen, die nicht nur wie hier den Autoverkehr, sondern weitere Teile des öffentlichen Lebens stark beeinträchtigen. Auch Züge und Busse fahren in der Region keine mehr, die Armee wird als Katastrophenhelferin eingesetzt. Landesweit kamen in Spanien bisher drei Menschen in Folge des Winterwetters ums Leben, zwei in Malaga sowie einer in der Hauptstadt.

Flugzeuge, Züge, Busse: Nichts geht mehr

Auf dem Madrider Flughafen geht nichts mehr, der Verkehr wurde eingestellt. Manche Reisende mussten die Nacht zum Samstag notgedrungen in der Abflughalle verbringen.

„Sie haben uns aus dem Flugzeug gebracht und gesagt, dass wir in ein Hotel gefahren werden. Aber wir saßen hier die ganze Nacht, ohne dass sich jemand um uns gekümmert hat“, sagt ein Mann.

Die spanische Regierung teilte mit, die Schneemassen hätten sogar die schlimmsten Vorhersagen übertroffen. In den kommenden Tagen wird in Madrid zwar weniger Neuschnee, aber nächtliche Temperaturen von bis zu -12 Grad Celsius erwartet.

„Nach draußen gehen und es genießen“

„Ich bin älter als 50 Jahre. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Das ist etwas Außergewöhnliches. Da muss man nach draußen gehen und es genießen“, so ein Madrilene. Ein anderer Mann berichtet: „So etwas haben wir hier noch nie gesehen: Nicht ein einziges Fahrzeug in der Stadt, alles ist mit Schnee bedeckt. Das ist etwas Unvergessliches und Geschichtsträchtiges."

Zu Beginn der neuen Woche bleiben Bildungseinrichtungen in Madrid geschlossen. Längst nicht nur die Hauptstadt ist vom Winterwetter betroffen: In 36 der 50 spanischen Provinzen gilt aufgrund des Schnees eine erhöhte Warnstufe.