Umweltschützer stoppen früheren Weiterbau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2

Protest gegen Nord Stream 2
Protest gegen Nord Stream 2 Copyright Stefan Sauer/AP
Von Euronews mit dpa
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Umweltverbände haben Widerspruch gegen eine Entscheidung des zuständigen Bundesamtes eingelegt, nach der die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 früher weitergebaut werden darf.

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Das Tauziehen rund um die Ostseepipeline Nord Stream 2 geht in die nächste Runde. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Nabu haben jetzt Einspruch gegen eine Entscheidung des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) eingelegt, nach der die Gasleitung früher als bisher vorgesehen weitergebaut werden darf.

Das Bundesamt hatte erst am vergangenen Freitag grünes Licht gegeben, die Umweltschützer kündigten umgehend Widerstand an. Das haben sie nun wahrgemacht, damit ist die Genehmigung vorerst außer Kraft. Die bisherige Genehmigung hätte Arbeiten normalerweise erst wieder ab Ende Mai zugelassen.

Die Pipeline, die Gas aus Russland nach Deutschland transportiert, ist international umstritten. Unter anderem die USA sind dagegen. Die Regierung in Washington will am Dienstag gegen das russische Verlegeschiff "Fortuna" wegen Beteiligung an Nord Stream 2 Sanktionen verhängen. 

Darüber habe die US-Botschaft in Berlin am Montag die Bundesregierung informiert, sagte eine Sprecherin der Bundeswirtschaftsministeriums am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

Hauptinvestor ist der russische Energiekonzern Gazprom. Unternehmensangaben zufolge sind 94 Prozent der Pipeline fertiggestellt. Es fehlen noch etwa 150 Kilometer.

Die Strecke verläuft auch durch ein Vogelschutzgebiet. Laut dem Bundesamt hat das keine wirkliche Bedeutung für die Vögel, was die Umweltschützer aber anders sehen.

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