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Debatte beim Weltwirtschaftsforum: Gefährdet Corona die Gleichberechtigung?

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Debatte beim Weltwirtschaftsforum: Gefährdet Corona die Gleichberechtigung?
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In der Corona-Krise müssen die Probleme von Frauen und Mädchen gesondert betrachtet werden, so eine Forderung bei einer Debatte auf dem Davoser Weltwirtschaftsforum, das in diesem Jahr virtuell stattfindet. Denn Frauen leiden laut der schwedischen Außenministerin Ann Linde besonders unter der Wirtschaftskrise, da ihre Position auf dem Arbeitsmarkt weniger stabil ist. Sie hätten oft unsichere Jobs und arbeiteten oft im informellen Sektor, so Linde. "Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass wir eine Rezession für Mädchen und Frauen haben."

Corona-Krise verstärkt auch Gewalt gegen Frauen

In Frankreich und vielen anderen Ländern ist zudem die häusliche Gewalt gegen Frauen ein noch größeres Problem geworden, worauf diese Aktivistinnen mit den Namen von Opfern auf Hauswänden aufmerksam machen wollen. Während des ersten und zweiten Lockdowns im Land hat eine spezielle Plattform der Regierung 40 beziehungsweise 60 Prozent mehr Hilferufe bekommen. Die Regierung habe viel dafür getan, Frauen in dieser Zeit zu unterstützten, so die französische Gleichstellungsministerin. Etwa, indem diese Hilfsorganisationen und die Polizei erreichen können. Die Gewalt sei zurückgegangen, obwohl die Pandemie noch nicht unter Kontrolle sei. Es scheine zu helfen, dass sich der Staat, Hilfsorganisationen und Unternehmen für die Frauen, die unter Gewalt leiden, einsetzten.

Die Diskussionsteilnehmerinnen waren sich einig: Mehr Anstrengung ist nötig. Auch die Internationale Arbeitsorganisation warnte, dass die Coronakrise den bescheidenen Fortschritt, der in Punkto Gleichberechtigung in der Arbeitswelt in den vergangenen Jahrzehnten erreicht wurde, gefährdet.