Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Die Affenschützer von Gabun: Jedes Jahr retten sie 50 Tiere

euronews_icons_loading
Gerettete Schimpansenjunge.
Gerettete Schimpansenjunge.   -   Copyright  AP Photo
Schriftgrösse Aa Aa

Das Primatenzentrum in Franceville, Gabun. Verschiedene Affenarten haben hier ein vorübergehendes Zuhause gefunden. Tatsächlich sollen sie über kurz oder lang ausgewildert werden.

Dimitri Mboulou ist Pfleger am Primatenzentrum. Er berichtet: "Ich bin Mutter und Vater. Ich kümmere mich um sie wie um Babys zu Hause. Ich gebe ihnen Milch, ich bringe ihnen bei zu essen, zu trinken, zu laufen. Das ist meine Aufgabe."

Ich bin Mutter und Vater. Ich kümmere mich um sie wie um Babys zu Hause.
Dimitri Mboulou
Tierpfleger

Neun unterschiedliche Affenarten gibt es derzeit im Zentrum, insgesamt 350 Tiere. Darunter viele Waisen, deren Eltern Wilderern zum Opfer fielen. Oft wurden die Affen von Privatleuten als Haustiere gehalten - eigentlich ist das in Gabun verboten.

Tierpfleger Cantona Laurant sagt: "Das Ziel ist es nicht, die Tiere hierzubehalten. Dies ist eine Forschungsstation. Sie sind hier, bleiben drei, vier Monate, im Durchschnitt sind es 45 Tage, in Quarantäne. Es sind Affen, die von Leuten gehalten wurden, und sie können Viren und Krankheiten tragen. Sie bleiben eine Weile in Quarantäne, danach werden sie in Schutzgebiete gebracht."

Tatsächlich gehört es zur Aufgabe des Primatenzentrums, Affen, die als Haustiere gehalten werden, ihren Besitzern abzunehmen und auszuwildern. Ein Job, den der Tierarzt Thierry Tsoumbou ausführt, der stellvertretende Leiter der Einrichtung.

Tsoumbou: "Ich habe gerade junge Mandrill-Affen geholt, die in Gefangenschaft bei Privatpersonen waren. Seit 2003 gibt es ein Gesetz, das das Einsperren, den Verkauf, den Verzehr und die Jagd auf Primaten verbietet. Seither arbeiten wir mit dem Ministerium für Wasser und Wälder, um die Affen bei Privatleuten zu beschlagnahmen."

Jedes Jahr entdecken Tsoumbou und seine Mitarbeiter rund 50 weitere gefangene Tiere. Und das sei nur die Spitze des Eisbergs, so die Organisation Save Gabon's Primates, die die Tiere rettet.