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Tot gestellt und Augenbinde - die Anti-Putsch-Demos in Myanmar

Einige in Myanmar protestieren gegen den Militärputsch, indem sie sich auf den Boden legen und tot stellen, ihre Augen bedecken sie mit einem Stück Stoff.

"Ich möchte, dass sich mehr Menschen den Protesten anschließen, wir dürfen nicht als schwach angesehen werden", sagt eine Universitätsstudentin. "Wir müssen Widerstand leisten, damit wir nicht unter einer Militärdiktatur leben müssen."

Myanmars Militärdiktatur hatte zuletzt zusätzliche Truppen im Land stationiert und den Internetzugang die zweite Nacht in Folge abgestellt, um die Proteste gegen den Staatsstreich zu unterdrücken.

Seit dem Militärputsch am 1. Februar gibt es im ganzen Land Proteste gegen die Machtübernahme - mit Ausschreitungen und Verletzten. Das Militär droht den Demonstranten mit bis zu 20 Jahren Gefängnis, wenn sie die Streitkräfte behindern.

In Myanmar wurden nach Berichten von Menschenrechtlern seit dem Putsch mindestens 426 Menschen festgenommen. Von diesen seien 391 weiterhin hinter Gittern, heißt es in einer Erklärung der Organisation zur Unterstützung politischer Gefangener AAPP.