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Migranten in den Alpen: Sie wollen nach Frankreich

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Von Euronews
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Migranten in den Alpen: Sie wollen nach Frankreich
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Es ist Nacht und es ist kalt. Und diese Migranten versuchen, über die Alpen von Italien nach Frankreich zu kommen. In der Coronakrise sind Grenzüberschreitungen immer schwieriger geworden. Die französische Gendarmerie ist unterwegs, um die Migranten davon abzuhalten, ins Land zu kommen.

Die meisten von ihnen haben einen langen Weg hinter sich. Amir Hotak ist 23 Jahre alt. Er erzàhlt seine Reiseroute: "Von Afgha nistan in den Iran, dann in den Irak, dann in die Türkei, nach Griechenland, von Griechenland nach Albanien, dann nach Montenegro, dann nach Bosnien, von Bosnien nach Kroatien, und dann durch Slowenien nach Italien."

Das italienische Rote Kreuz ist auch unterwegs, hauptsächlich um den Menschen zu helfen, die nicht weiterkommen. Das Profil der Migranten habe sich geändert, sagt Michele Belmondo. Er ist seit 2017 für das Rote Kreuz in den Alpen tätig. Er erklärt: "Seit einigen Monaten sind es mehr Familien, die nach Frankreich wollen. Oft mit Kindern. Sie kommen auf der Balkanroute. Also hauptsächlich aus Afghanistan, aus dem Iran und dem Irak. Es kommt oft vor, dass es Unfälle gibt. Lawinen zum Beispiel. Eine weitere große Gefahr sind die Temperaturen, die Kälte. Wenn man nicht richtig mit Handschuhen und Thermokleidung ausgestattet ist, kann es tödlich sein, eine Nacht bei -15 ° C bis -20 ° C zu verbringen."

Michele Belmondo gibt den Migranten oft Decken und etwas zu essen. Er sagt, seit dem vergangenen Oktober seien etwa 1500 Migranten gezählt worden, die von den Franzosen gleich hier in den Alpen zurück nach Italien geschickt worden sind.