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Dutzende Bootsflüchtlinge im Mittelmeer aus Seenot gerettet

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Dutzende Bootsflüchtlinge im Mittelmeer aus Seenot gerettet
Copyright  Salvatore Cavalli/Salvatore Cavalli
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Vor der Westküste Libyens sowie im zentralen Mittelmeer sind in den vergangenen Tagen Dutzende Bootsflüchtliche aus Seenot gerettet worden.

Fast 100 Migranten hat die libysche Küstenwache gerettet. Ihr Boot war bei dem Versuch, Europa zu erreichen, gekentert. Überlebende gaben gegenüber der Nachrichtenagentur AFP an, dass rund 20 Menschen vermisst werden, sie sind vermutlich ertrunken.

Die libysche Küstenwache nahm die meist afrikanischen Männer und Frauen auf und brachte sie zu einem Marinestützpunkt in der Hauptstadt Tripolis. Ein Team der Internationalen Organisation für Migration (IOM) nahm die Menschen in Empfang.

Auch die Hilfsorganisation Sea-Watch meldet, dass sie am Wochenende ebenfalls Migranten im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet hat.

73 Menschen, darunter 16 Frauen und Kinder, seien am Sonntagmorgen an Bord der "Sea-Watch 3" genommen worden. Bei einem anderen Einsatz wurden 97 Menschen auf das Schiff geholt, sowie 44 weitere am Sonntagabend.

Videoaufnahmen von den Einsätzen zeigten, wie die ehrenamtlichen Helfer den Menschen aus den überfüllten Booten helfen. Viele waren entkräftet und wurden nach Angaben von Sea-Watch medizinisch versorgt. Unter den Geretteten seien auch unbegleitete Minderjährige, hieß es weiter. Damit befinden sich derzeit insgesamt rund 360 Migranten an Bord des Rettungsschiffs.

Das nordafrikanische Land Libyen ist ein Transitland für Migranten auf dem Weg nach Europa.

Den UN-Angaben zufolge starben in diesem Jahr damit mehr als 170 Menschen im zentralen Mittelmeer. Laut italienischem Innenministerium kamen 2021 bislang rund 4500 Bootsmigranten in Italien an. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es circa 2350. Italien ist oft das Ziel der Menschen, die von der Küste Libyens aus ablegen.