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NASA meldet Probleme mit kleinem Helikopter Ingenuity auf dem Mars

Illustration der NASA von Helikopter Ingenuity, der auf dem Mars fliegen soll
Illustration der NASA von Helikopter Ingenuity, der auf dem Mars fliegen soll   -   Copyright  NASA/JPL-Caltech via AP
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Offenbar gibt es technische Probleme mit dem kleinen Hubschrauber Ingenuity auf dem Mars.

Der erste Flug auf dem Roten Planeten war zuvor für den 11. April 2021 geplant. Jetzt hat die NASA auf Twitter mitgeteilt, dass Ingenuity frühestens am 14. April fliegen könne.

Bei Tests vor dem ersten EInsatz habe das Umschalten vom Modus "Vor dem Flug" auf "Flug" nicht geklappt. Aber dem Helikopter gehe es gut. Das NASA-Team arbeite daran, das Problem zu beheben.

Der NASA-Rover Perseverance hatte den kleinen Helikopter Ingenuity Anfang April auf der Oberfläche des Mars abgesetzt. Allein diese Operation bezeichneten die Verantwortlichen als Meilenstein. Die NASA vergleicht das Projekt, ein Flugobjekt auf dem Roten Planeten fliegen zu lassen mit den Leistungen der Flugpioniere Wilbur und Orville Wright im Jahr 1900.

Schon der Name des Flugobjekts klingt nach Abenteuer und Optimismus: "Ingenuity" bedeutet "Einfallsreichtum". Offenbar trauen die Ingenieur:innen dem kleinen Hubschrauber viel zu.

Sehr kalte Nächte auf dem Roten Planeten

Tatsächlich ist aber nicht sicher, wie die moderne Technik des 1,8 Kilo schweren Hubschraubers, den manche eher als eine Drohne bezeichnen, mit den harschen Bedingungen auf dem Mars klarkommt. Nachts ist es dort bis im sogenannten Jezero-Krater zu minus 90 Grad kalt.

Der nächste Meilenstein für "Ingenuity" sei es, die erste Nacht zu überleben, twitterte die NASA nach dem gelungenen Absetz-Manöver.

Geringe Dichte der Mars-Atmosphäre

Neben der Kälte stellt die geringe Dichte der Atmosphäre ein Problem beim Fliegen dar: auf dem Mars hat die Atmosphäre nur etwa ein Prozent der Dichte der Erdatmosphäre.

Damit er überhaupt auf dem Mars flegen kann, hat der Hubschrauber besonders lange Rotorblätter, die sich besonders schnell drehen.

Ingenuity kann bis zu 10 Meter hoch und bis zu 300 Meter weit fliegen.

Vor wenigen Tagen hatte die NASA bekannt gegeben, dass Ingenuity frühestens am 11. April starten soll. Zuvor war der 8. mApril als Starttermin für den kleinen Hubschrauber gepl

Tests innerhalb eines Monats

Angetrieben wird der kleine Helikopter über Lithium-Ionen-Akkus. Mit diesen sollte Ingenuity etwa einen Monat lang fliegen können. Insgesamt waren mindestens fünf Testflüge geplant.

Eine Herausforderung stellt auch die Kommunikation mit dem Kontollzentrum im kalifornischen Pasadena dar. Diese erfolgt über den Mars-Rover Perseverance. Allerdings sind die Informationen wegen der enormen Entfernung sehr lange unterwegs. So erlebten die NASA-Forscher:innen sieben bange Minuten nach der Ankunft ihres Rovers auf dem Roten Planeten, bevor am 18. Februar 2021 die geglückte Landung bestätigt wurde, indem sich Perseverance von dort meldete. Deshalb wird Ingenuity auf seinen Flügen einige Entscheidungen nach zuvor programmierten Möglichkeiten selbst treffen: auch daher rührt wohl sein Name "Ingenuity".