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Attacke gegen Auto von Karl Lauterbach: #VolleSolidarität auf Twitter

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Von Euronews
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach
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Im deutschsprachigen Twitter trenden an diesem Samstag die Hashtags #wirsindviele und #VolleSolidarität. Damit bekunden zahlreiche Userinnen und User ihre Unterstützung für den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach, der publik gemacht hatte, dass sein Auto so stark mit Farbe beschmiert wurde, dass er den Smart nicht benutzen kann. Der Virologe Lauterbach teilt auch den Tweet der Grünen-Politikerin Ricarda Lang. Bei ihr wurde das Türschild der Privatwohnung mit roter Farbe übermalt.

Der Slogan #wirsindviele steht seit Jahren für eine Position gegen die extreme Rechte in Deutschland - und wurde bei Protesten für die Aufnahme von Geflüchteten verwendet. Inzwischen wird er auch von denen benutzt, die für härtere Maßnahmen im Kampf gegen Covid-19 eintreten. Im Bundestag wollen die AfD, die FDP und die LINKEN nicht für das von der Regierung geplante härtere Infektionsschutzgesetz stimmen.

Lauterbach spricht sich im Bundestag und in den Medien immer wieder für einen harten Lockdown zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie aus. An diesem Samstag verzeichnet das Robert-Koch Institut 23.804 Neuinfektionen binnen 24 Stunden in Deutschland sowie 219 weitere Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt weiterhin bei 160,7 pro 100.000 Einwohner.

Auch die stellvertretende Vorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Grünen plädiert wie ihre Partei für die Notbremse in der Coronakrise.

Viele Twitter-Userinnen und -User stellen sich hinter Lauterbach und Lang.

Auch der LINKEN-Politiker Thomas Bartsch bekundet Solidarität. Seine Partei will im Bundestag gegen die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes stimmen.

Schon seit einigen Jahren sind in Deutschland auch Lokalpolitiker vermehrt Ziel von tätlichen Angriffen gewesen. Im Juni 2019 wurde der Regierungspräsident von Kassel Walter Lübcke auf der Terrasse seines Hauses aus nächster Nähe erschossen. Ein rechtsextremistischer Mann aus Hessen wurde wegen des Mordes an Lübcke, der sich für die Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen hatte, im Januar 2021 zu lebenslanger Haft verurteilt.