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AstraZeneca: Haben andere Vektor-Impfstoffe das gleiche Problem?

Raum für Impfungen in Österreich - Symbolbild
Raum für Impfungen in Österreich - Symbolbild   -   Copyright  HELMUT FOHRINGER/AFP
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Am Dienstag stehen die Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson gegen Covid-19 im Fokus der Europäischen Arzneimittelagentur EMA. Die Behörde gibt dann eine neue Einschätzung bekannt, hat bisher aber stets betont, dass beim Vakzin von AstraZeneca die Nutzen die Risiken weit übertreffen.

Unter Experten gibt es die Vermutung, dass die sehr seltenen Blutgerinnsel, die nach Impfungen mit AstraZeneca in Europa und in den USA mit Johnson & Johnson aufgetreten sind, durch die Vektoren verursacht wurden. Die Vakzine von AstraZeneca und Johnson & Johnson sind - wie Sputnik V - Vektoren-Impfstoffe. Dabei werden die DNA-Informationen zur Produktion der Antikörper gegen das Coronavirus über sogenannte Vektorviren (meist Erkältungsviren) in den Körper eingeschleust.

Genau diese Vektoren könnten - wenn sie beeinträchtigt sind - die Probleme in Form von Blutgerinnseln verursachen. Bisher waren vor allem jüngere Frauen von den Thrombosen nach Impfungen betroffen.

Bis Anfang April wurden der EMA 169 Fälle von Sinusvenenthrombosen und 53 Fälle von Gerinnseln in Venen der großen Bauchorgane gemeldet - bei mehreren Millionen Impfungen mit AstraZeneca in Europa.

Die Uniklinik Greifswald, die an der Aufarbeitung des Falles der Krankenschwester aus Zwettl in Österreich mitgearbeitet hatte, die nach der Impfung mit AstraZeneva verstorben war, meldete schon am 19. März 2021 auf ihrer Internetseite: "Therapie für seltene Hirnvenenthrombosen gefunden." Danach hat das Forscherteam um Professor Andreas Greinacher die Erkenntnisse im "New England Journal of Medecine" veröffentlicht. Die Forscherinnen und Forscher gehen davon aus, dass Antikörper an Blutplättchen andocken und sie so aktivieren. Die Blutplättchen können dann verklumpen und die Zahl der Plättchen insgesamt reduzieren.

Vergleichbare Probleme gibt es als Nebenwirkung von Heparin. Dieses Medikament verhindert die Blutgerinnung und soll eigentlich vor Blutgerinnseln schützen.

Ähnliche Erkenntnisse zuvor in Oslo

Mitte März hatte in Norwegen Professor Pål André Holme von der Uniklinik Oslo eine ähnliche Theorie wie die Kollegen von der Uniklinik Greifswald aufgestellt. Er hatte drei Beschäftigte des Gesundheitswesens, die nach der Impfung an Blutgerinnseln litten, behandelt. Holme sagte, dass die Blutgerinnsel durch eine starke Immunantwort produzierte Antikörper, die an die Blutplättchen andocken, ausgelöst werden könnten. Doch laut norwegischen Medien - wie VG - unterstrich Holme, dass dies bisher nur eine Hypothese sei. "Unsere Theorie ist, dass es sich hierbei um eine heftige Immunreaktion handelt, die sehr wahrscheinlich auf die Impfung folgt. Zusammen mit der Sektion für fortgeschrittene Thrombozytenimmunologie am Universitätskrankenhaus von Nordnorwegen (UNN) haben wir spezifische Antikörper gegen Thrombozyten nachgewiesen, die ein Bild ergeben können, das wir auch aus anderen Bereichen der Medizin kennen, dort aber von Medikamenten ausgelöst", erklärte der Chefarzt in Oslo.

Der Tod der Krankenschwester in Zwettl wurde inzwischen genau untersucht

Zehn Tage nach einer Impfung mit dem Vakzin gegen das Coronavirus von AstraZeneca war eine Krankenschwester aus Zwettl in Niederösterreich am 28. Februar 2021 an einem Blutgerinnsel verstorben. Zudem hatte eine 35-Jährige nach ihrer Impfung eine Lungenembolie bekommen. Ihr ging es laut Informationen aus dem Krankenhaus Zwettl nach einigen Tagen wieder besser.

Zunächst gingen die österreichischen Gesundheitsbehörden und die europäische Arzneimittelagentur EMA davon aus, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und dem Impfstoff gebe. Doch inzwischen arbeiten Forscher:innen aus verschiedenen Ländern zusammen, um herauszufinden, was genau hinter den Komplikationen steckt.

Diese Symptome sind Warnsignale

Im ORF sagte Sabine Eichinger von der MedUni Wien am 19. März, dass sie AstraZeneca weiterhin für sicher hält. Doch Eichinger meint, dass starke Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schmerzen in den Beinen nach einer Impfung mit AstraZeneca als Alarmsignale gelten. "Wenn die typischen Beschwerden nach der Impfung wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen oder vielleicht auch Fieber nicht weggehen, wenn sich diese Beschwerden ändern oder wenn die Beschwerden weggehen und andere dann wieder kommen nach einem Zeitraum von vier bis fünf Tagen, dann müsste man hellhörig werden und gegebenenfalls ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen."

Sabine Eichinger, Expertin für Blutgerinnsel an der MedUni Wien, erklärt auch das Paradox, dass Thrombozyten, auch bekannt als Blutplättchen, Blutgerinnseln auslösen können. Niedrige Werte von Thrombozyten führen normalerweise zu Blutungen, nicht zu Gerinnung. "Man würde denken, dass niedrige Thrombozyten und Thrombosen eigentlich Gegensätze sind."

Zweitimpfung mit BioNTech oder Moderna

In Deutschland haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern darauf geeinigt, dass mit einer ersten AstraZeneca-Dosis geimpfte Menschen unter 60 Jahren als Zweitimpfung einen mRNA-Imfpstoff bekommen sollen. Das Umsteigen auf die Vakzine von BioNTech/Pfizer oder Moderna für das sogenannten Boosten hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) Anfang April nach der Diskussion zu Fällen von Hirnvenenthrombosen (siehe weiter unten) empfohlen.

Laut dem deutschen Gesundheitsministerium sind rund 2,2 Millionen Menschen bereits einmal mit AstraZeneca geimpft worden.

Nach Berichten von sechs Fällen von Blutgerinnseln in den USA in Verbindung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson verschieben sich die Lieferungen dieses Vakzins in Europa.

In Frankreich hatten die Gesundheitsbehörden ebenfalls angekündigt, dass die 533.000 Menschen unter 55 Jahren, die eine Erstimpfung mit AstraZeneca gegen Covid-19 bekommen haben, eine Zweitimpfung mit einem anderen Vakzin - von BioNTech-Pfizer oder Moderna - erhalten sollen.

Doch bisher teilt die Weltgesundheitsorganisation diese Empfehlung nicht - wie die WHO-Sprecherin Margaret Harris am Freitag in Genf mitteilte. Die bisherigen Daten reichten für eine Empfehlung sogenannter Kreuzimpfungen nicht aus.

Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran, der selbst Arzt ist, sagte: "Es gibt Zeiten, in denen wir der WHO folgen und dafür kritisiert werden, und es gibt Zeiten, in denen wir ihr nicht ganz folgen und dafür kritisiert werden, dass wir ihr nicht ganz folgen."

In Frankreich wurden bis zum 25. März 2021 insgesamt zwölf Fälle von Sinusvenenthrombosen (Hinweise auf Symptome im folgenden im Text). Davon sind vier Personen verstorben.

AstraZeneca in der Schweiz nach wie vor nicht zugelassen

Schon Anfang Oktober 2020 hatte der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca bei Swissmedic eine Zulassung des Impfstoffs gegen Covid-19 beantragt. Doch anders als für die Vakzine von BioNTech/Pfizer und Moderna, die seit Januar in der Schweiz verimpft werden, wurde die Zulassung bis Mitte April nicht erteilt.

Der Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen EKIF, Christoph Berger, erklärte gegenüber Nau.ch, dass die Impfkampagne in der Schweiz mit BioNTech:Pfizer und Moderna gut vorankomme. "Falls die Zulassung erst in Monaten erfolgt, brauchen wir den Impfstoff immer weniger", sagte Berger.

AstraZeneca gegen südafrikanische Variante offenar nicht wirkungsvoll genug

In der ostfranzösischen Region Moselle sowie in den Übersee-Départements Guyana, Mayotte und La Réunion wird jetzt kein AstraZeneca mehr verimpft. Laut Gesundheitsbehörden ist das Vakzin nicht wirksam genug gegen die südafrikanische Variante des Coronavirus, die sich dort ausbreitet.

Briten unter 30 sollen nicht mehr mit AstraZeneca geimpft werden

Die britischen Gesundheitsbehörden ändern trotz der uneingeschränkten Empfehlung der EMA ihren Umgang mit dem AstraZeneca-Impfstoff. An diesem Mittwochabend (7.4.)erklärte der Chef des Impfkomitees Jonathan Van-Tam das Vakzin sei "ein enormer Erfolg", aber eine "Kurskorrektur" sei notwendig. Deshalb sollten junge Leute unter 30 Jahren in Großbritannien ein anderes Impfangebot bekommen. Grundsätzlich ist die Gefahr einer schweren Erkrankung durch Covid-19 bei jungen Leuten viel niedriger als bei älteren.

Nach Angaben der britischen Arzneimittelbehörde MHRA hat es 79 Fälle von Blutgerinnseln nach Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff gegeben, 19 Patient:innen sind daran gestorben. "Die Blutgerinnsel sind extrem selten", sagt MHRA-Chefin Dr. June Raine "Das Gleichgewicht zwischen dem Nutzen und den bekannten Risiken des Impfstoffs ist für die Mehrzahl der Menschen immer noch von großem Vorteil", meinte Raine.

Anders als viele EU-Staaten hatten die britischen Gesundheitsbehörden zuvor an dem von der Universität Oxford entwickelten Impfstoff von AstraZeneca für alle Altersgruppen festgehalten.

Empfehlung der EMA bleibt bestehen

Die europäische Arzneimittelagentur EMA bleibt bei ihrer Empfehlung, dass sich die Menschen ohne Einschränkung mit AstraZeneca impfen lassen sollten. Die EMA-Chefin, die Irin Emer Cooke, erklärte an diesem Mittwoch in Amsterdam, die Nutzen des Impfstoffs von AstraZeneca überschreiten die Nebenwirkungen des Vakzins bei weitem. "Die Corona-Pandemie fordert unverändert täglich Tausende Menschenleben in der EU, deshalb brauchen wir alle Impfstoffe, die wir zur Verfügung haben", erklärte Cooke.

Vor allem die Menschen, die laut Priorisierung noch nicht mit dem Impfen an der Reihe sind, lassen sich vielerorts lieber mit AstraZeneca impfen als gar nicht. Manche Europäerinnen und Europäer wollen auch lieber in der Hausarztpraxis oder in der Apotheke ihrer Wahl und in ihrer Nähe die Spritze bekommen, statt sich auf den langen und eventuell beschwerlichen Weg zu einem Impfzentrum zu machen.

Ansturm auf AstraZeneca in Deutschland um Ostern

In Deutschland hat es einen wahren Ansturm auf Impfungen mit AstraZeneca für über 60-Jährige gegeben. Sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Mecklenburg-Vorpommern gab es lange Schlangen vor den Impfzentren, in denen das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers gespritzt wurde.

In Nordfrankreich dagegen nahmen etwa 1.000 Menschen ihre vereinbarten Termine zum Impfen nicht wahr, weil sie mit AstraZeneca geimpft werden sollten. Allein in Calais - einem Hotspot der Pandemie - kamen am Ostersamstag und Ostersonntag mehr als 500 Menschen nicht zum zuvor geplanten Impfen.

Auch französische Hausärzt:innen berichten davon, dass sie bei ihren Patientinnen und Patienten erst Überzeugungsarbeit leisten müssen, um sie dazu anzuregen, sich mit AstraZeneca impfen zu lassen.

In NRW hatte es schon am Ostersamstag einen Run auf die Termine für Impfungen mit AstraZeneca für über 60-Jährige gegeben. Die Telefonleitungen und die Internetseite zur Terminvergabe waren wenige Stunden nach der Öffnung überlastet, wie die Behörden mitteilten. 25 Millionen Mal wurde offenbar versucht, das Buchungssystem aufzurufen, so dass die Seite teilweise abstürzte. Innerhalb von zweieinhalb Stunden wurden 33.000 Termine vereinbart.

Viele - auch jüngere - Europäerinnen und Europäer wollen sich lieber mit AstraZeneca impfen lassen als das Risiko einer Covid-19-Erkrankung in Kauf zu nehmen - zumal inzwischen mehr und mehr über "Long Covid" auch bei jüngeren Menschen bekannt wird.

Niederlande setzen AstraZeneca aus

Kurz vor Ostern haben auch die Niederlande entschieden, den Impfstoff von AstraZeneca nicht mehr bei unter 60-Jährigen einzusetzen und ab dem 7. April vorläufig ganz zu stoppen. Im Land wurden bei 400.000 Menschen, die mit dem Vakzin geimpft wurden, fünf Fälle der seltenen Hirnvenenthrombosen - darunter ein Todesfall - gemeldet. Offenbar waren alle Frauen im Alter zwischen 25 und 65 Jahren, bei denen sich 7 bis 10 Tage nach der Impfung die schlimmen Blutgerinnsel bildeten.

Der Anteil an Fällen entspricht in etwa der Rate in anderen europäischen Staaten. In Frankreich wurden bis zum 25. März 2021 insgesamt zwölf Fälle von Sinusvenenthrombosen (Erklärungen und Hinweise auf Symptome hier weiter unten). Davon sind vier Personen verstorben.

Kanzlerin und Präsident mit AstraZeneca geimpft

Nach dem Präsidenten Frank-Walter Steinmeier ist auch die Kanzlerin Angela Merkel mit dem Impfstoff von AstraZeneca gegen das Coronavirus geimpft worden. "Ich vertraue den in Deutschland zugelassenen Impfstoffen", erklärte der 65-jährige Steinmeier, der seiner Frau 2010 eine Niere gespendet hatte.

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hatte sich auf einer Pressekonferenz in Berlin dazu geäußert, dass er seinen älteren Kabinettskolleg:innen dazu geraten hat, sich mit AstraZeneca impfen zu lassen. Er selbst werde das auch tun, wenn er an der Reihe sei.

Der 71-jährige Innenminister war am Gründonnerstag der Aufmacher der digitalen BILD: "Horst Seehofer will sich NICHT mit AstraZeneca impfen lassen", hieß es.

Er wolle den Impfstoff an sich nicht bewerten, sagte Seehofer gegenüber BILD, aber er erklärte: "Ich lasse mich nicht bevormunden."

Auch Horst Seehofer habe die Wahl, sich impfen zu lassen oder nicht, sagte Jens Spahn später.

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Internetseite der BILD am 1. April 2021Screenshot

Mario Draghi und seine Frau mit AstraZeneca geimpft

Italiens Regierungschef Mario Draghi (73) und seine Frau Maria Serenella Cappello sind in Rom mit AstraZeneca geimpft worden. Das hat der Presseberater des Ministerpräsidenten mitgeteilt.

Schon Mitte März war Staatsprasident Sergio Mattarella (79) mit dem Vakzin des US-Herstellers Moderna gegen Covid-19 geimpft worden. Einige in Italien gingen dann davon aus, dass dies der beste Impfstoff sei. Da wollte Mario Draghi offenbar ein Zeichen setzen. Zusammen mit seiner Frau wartete er am Bahnhof Roma Termini darauf, dass er geimpft wurde.

Forschung hinter den Kulissen

In einem Artikel in ScienceMag haben Kai Kupferschmidt und Gretchen Vogel den aktuellen Forschungsstand zu den Problemen mit dem Impfstoff von AstraZeneca zusammengefasst. Inzwischen werden 30 Vorkommnisse mit mindestens 15 Todesfällen in Europa erforscht. "Die Leute arbeiten wie verrückt hinter den Kulissen, um mehr Klarheit zu schaffen", sagt Saskia Middeldorp vom Radboud University Medical Center in den Niederlanden. Die Expertin für Venenthrombosen hatte sich gegen den vorübergehenden Impfstopp von AstraZeneca ausgesprochen.

Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek meint, es mache Sinn, AstraZeneca einstweilen vor allem bei älteren Menschen einzusetzen. In Frankreich werden Personen im Alter ab 55 Jahren damit geimpft, in Schweden und Finnland ab 65 und in Island ab 70 Jahren.

Was sind Sinusvenenthrombosen?

Bei den nach den Impfungen vorkommenden Thrombosen handelt es sich laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) um Sinusvenenthrombosen. Diese sind extrem selten - offenbar war die Zahl der Fälle unter mit AstraZeneca Geimpften etwas höher als im Durchschnitt der Bevölkerung.

Die Sinusvenen transportieren sauerstoffarmes Blut aus dem Kopf zum Herz. Durch die Sinusvenenthrombose verstopfen Blutgerinnsel die Sammelvenen des Gehirns - und können eventuell einen Schlaganfall verursachen. Bei dieser sehr seltenen Thromboseform gibt es einen Mangel an Blutplättchen sowie Blutungen.

Das Paul-Ehrlich-Institut rät, dass mit AZD1222 von AstraZeneca Geimpfte, die starke und andauernde Kopfschmerzen haben oder punktförmige Hautblutungen, sofort zu einer Ärztin oder einem Arzt gehen sollen.

Sinusvenenthrombosen kommen vor allem bei Patient:innen zwischen 30 und 40 Jahren vor, Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hatte erklärt, dass man bei der vorläufigen Aussetzung einer Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts folge. Noch vier Tage zuvor hatte dasselbe Institut gegen den Stopp plädiert.

Eigentlich waren Thrombosen nicht als Nebenwirkungen des Impfstoffs "AZD1222" von AstraZeneca bekannt. Die angegebenen Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen, Unwohlsein, Schüttelfrost und Übelkeit in den Tagen nach der Impfung.

Thrombosen kommen eigentlich besonders bei bettlägerigen Menschen, frisch Operierten oder auch Reisenden vor, die lange Zeit, ohne sich zu bewegen, sitzen. Rauchen, Übergewicht, Gefäßverkalkung, die Pille zur Verhütung und Diabetes gelten als weitere Risikofaktoren.