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Österreich: Praktisch alle Branchen dürfen ab 19. Mai öffnen

Heldenplatz in Wien, Österreich
Heldenplatz in Wien, Österreich   -   Copyright  Lisa Leutner/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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In Österreich dürfen ab dem 19. Mai Restaurants, kulturelle und touristische Einrichtungen sowie Sportstätten wieder öffnen.

Bis zu 3000 Menschen im Freien

Auch Veranstaltungen mit bis zu 3000 Menschen im Freien mit Schutzkonzept sind ab 19. Mai wieder möglich. Für Innenräume gilt eine Obergrenze von 1500 Personen.

Für die Gastronomie, in der Kultur und beim Sport gilt dann eine Sperrstunde ab 22 Uhr. Nur maximal vier Erwachsene dürfen sich nach 22 Uhr treffen. Im Amateursport sind auch Kontaktsportarten wie Fußball wieder erlaubt. Zudem beginnt am 17. Mai der Präsenzunterricht in den Schulen. Es wird dann keine Klassenteilungen mehr geben.

Hintergrund ist ein umfassendes Schutzkonzept, das Schnelltests für Gastronomie, Hotellerie, Sport und Kultur vorsieht.

Spätestens Anfang Juli sind weitere Lockerungen geplant. Sie betreffen Restaurantbesuche nach 22 Uhr, Hochzeitsfeiern und Vereinsfeste. Bundeskanzler Sebastian Kurz räumte ein, die Zahl der Corona-Infektionen könnten dann wieder steigen, aber die Situation bleibe dank der Impfungen wohl beherrschbar.

Sollten die Zahlen örtlich steigen, können die Bundesländer eigenständig einschränken. So schloss der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig strengere Maßnahmen für die österreichische Hauptstadt nicht aus.

Auch Deutsche, die Urlaub in Österreich machen wollen, können bedingt aufatmen: Die Quarantänepflicht gilt nur noch für Hochrisikogebiete. Für Einreisen aus Deutschland reicht ein negativer Test oder der grüne Pass.

Der Handel und viele Dienstleister haben - bis auf mehrwöchige Ausnahmen in drei östlichen Bundesländern - bereits seit Anfang Februar geöffnet.

Was ist der grüne Pass?

Das geplante Covid-Zertifikat für einfacheres Reisen in Europa wollen die EU-Mitglieder bis Ende Juni einsatzbereit machen. Österreich ist ein rascher Start ein wichtiges Anliegen.

Das Dokument soll Impfungen, Ergebnisse zugelassener Tests und Informationen zu überstandenen Infektionen festhalten und EU-weit anerkannt werden. Es soll als App und auf Papier vorweisbar sein.

Wie ist die derzeitige Corona-Lage in der Alpenrepublik?

Am Freitag wurden in Österreich 2.329 Neuinfektionen gemeldet, das ist ein leichter Rückgang. Allerdings liegt die Sieben-Tage-Inzidenz mit rund 180 aber immer noch deutlich über dem deutschen Wert von 164.

Das Land hat im weltweiten Vergleich ein besonders breites Test-Angebot ausgerollt. Die wöchentlich millionenfach Tests waren und sind ein Rückgrat der Corona-Strategie.

Gesundheitsexperten bereitet dennoch eine in Tirol aufgetretene Virus-Mutante Sorgen, die mit der britischen Variante verwandt ist. Deshalb wurde auch die Pflicht für Tests bei Ausreisen aus dem Bundesland bis zum 5. Mai verlängert.