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„Bittere Bilanz“ nach 1. Mai in Berlin

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Festnahme in Berlin
Festnahme in Berlin   -   Copyright  TOBIAS SCHWARZ/AFP or licensors
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Weder Polizei noch Demonstrierende gingen mit der Gegenseite zimperlich um, als es im Laufe des 1. Mai in Berlin zu Ausschreitungen kam.

Der Berliner Innensenator Andreas Geisel meldete auf Seiten der Einsatzkräfte 93 Verletzte. Er sprach von „einigen gewaltsuchenden Autonomen“ und betonte, „blinde Zerstörungswut“ habe nichts mit politischem Protest zu tun.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller zog angesichts der vielen Verletzten eine „bittere Bilanz“, die ihn wütend mache. Von links kam der Vorwurf an die Polizei, diese habe die Gewalt mit ihrem Vorgehen erst ausgelöst. Insgesamt wurden 354 Festnahmen gemeldet.

Vor den Ausschreitungen hatte es in Berlin mehrere Kundgebungen gegeben, die weitgehend friedlich verliefen, darunter eine Fahrraddemonstration, an der sich mehrere tausende Menschen beteiligten.

Die Polizei war in der Hauptstadt mit rund 5600 Einsatzkräften aus unterschiedlichen Bundesländern vertreten. Im Verlauf des 1. Mai und in der Nacht zum Sonntag wurden in mehreren Stadtteilen Fahrzeuge in Brand gesteckt.