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Freikauf von Zaghari-Ratcliffe dementiert - Deal hinter den Kulissen?

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Freikauf von Zaghari-Ratcliffe dementiert - Deal hinter den Kulissen?
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Amerikanische und britische Behörden haben Berichte über einen möglichen Freikauf von Nazanin Zaghari-Ratcliffe zurückgewiesen.

Die britisch-iranische Doppelstaatlerin wurde Ende April zu einer weiteren Gefängnisstrafe im Iran verurteilt. Ein Gericht in Teheran warf der 42-Jährigen Propaganda gegen die iranische Regierung vor.

Die Labour-Abgeopdnete Tulip Siddiq, die Zaghari-Ratcliffes britischen Wahlkreis vertritt, erklärte am Sonntag, weder sie selbst noch die Familie von Zaghari-Ratcliffe seien sich eines Deals zur Freilassung bewusst: "Was ich weiß, ist, dass der Botschafter in Teheran Nazanin heute Morgen in ihrem Haus besucht hat, aber sie haben keinen Deal erwähnt. Die Gespräche drehten sich um Corona und ob Nazanin den Impfstoff erhalten würde, um den sie gebeten hat."

Zuvor hatte das iranische Staatsfernsehen über die Möglichkeit einer Freilassung der Britin berichtet. Vorher müsse Großbritannien allerdings eine Schuld für militärische Ausrüstung begleichen. Außerdem war von einem Gefangenenaustausch mit den USA die Rede.

Ehemann: "Gutes Zeichen"

Zaghari-Ratcliffes Ehemann Richard Ratcliffe sagte, die Familie sei nicht auf dem Laufenden, begrüße aber die Signale aus Teheran zu als "ein gutes Zeichen".

Zaghari-Ratcliffe hat bereits eine fünfjährige Haftstrafe in Teheran wegen Spionagevorwürfen verbüßt, die sie immer bestritten hat. Gegen das zweite Urteil will ihr Anwalt Berufung einlegen. Unklar ist, ob die Britin ins Gefängnis muss oder die Strafe im Hausarrest absitzen kann.

Das neue Urteil bezieht sich auf ihre angebliche Teilnahme an einer Demonstration vor zwölf Jahren und ein Interview, das sie der persischsprachigen Ausgabe der BBC gab. Die Britin war 2016 während eines Besuchs ihrer Eltern im Südiran festgenommen worden.