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1:0 gegen den Krebs - Dominic will weiter spielen

1:0 gegen den Krebs - Dominic will weiter spielen
Copyright  Gazprom's Football for Friendship
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Ein junger Schwede ist von Kindesbeinen an Fußballfan, erst als Zuschauer, später auf dem Platz. Dann schießt sein Körper ihm ein lebensgefährliches Eigentor. Dominic erkrankt an Krebs. Doch davon lässt sich der Jungfußballer nicht unterkriegen.

Fußball scheint dem 14-jährigen Dominic Kramberger im Blut zu liegen. Bereits im zarten Alter von zwei Wochen nahmen ihn seine Eltern mit ins Stadion. Mit Fußball-Gesang wog ihn sein Vater in den Schlaf.

Mit fünf zog es Dominic dann selbst auf den Platz. Doch im April 2020 ein Unfall während eines Spiels, der junge verletzte sich das Bein. Nach weiteren Untersuchungen dann der Schock: Dominic leidet an einer besonders aggressiven Form von Krebs. Es folgten Chemotherapie und ihm ein Teil seines rechten Beins abgenommen. "Mein Körper war vollig außer Gefecht", erzählt Dominic im Rückblick.

Seiner Fußballkarriere konnte das aber kein Ende setzen. Im April 2021 wurde ihm eine Prothese angepasst und nur wenige Monate später vertrat er Schweden bei der Initiative Football for Friendship (F4F), einem von Gazprom finanzierten Programm für Kinder und Jugendliche.

Pandemiebedingt fand die F4F World als Online-Turnier statt, für Mädchen und Jungen zwischen zwölf und 14 Jahren. Jedes dieser Kinder von überall auf der Welt hat eine eigene Geschichte zu erzählen. So wie Dominic.

Ein harter Schlag - doch Dominic macht weiter

Der heute 14-Jährige kämpft noch immer gegen seine Erkrankung. Bis Ende September sollte er die Chemotherapie überstanden haben. Er freut sich, bei F4F dabei gewesen zu sein. "Es war eine inspirierende und spaßige Aktion, ich habe Freunde aus der ganzen Welt kennengelernt", so Dominic. Er sei ein echter MVP, ein Most Valuable Player, also ein absolut wertvoller Mitspieler, so seine neuen Freunde und die Betreuer der F4F.

Der Alltag mit nur einem Bein ist eine tägliche Herausforderung für Dominic. Seiner Motivation konnte das nichts anhaben. "Es ist hart, wirklich hart, aber ich bekomme das hin", erzählt Dominic im Gespräch mit Euronews.

Der junge Schwede trainiert rund zwei Stunden am Tag, um seine Muskeln zu fordern. "Bis Ende des Jahres will ich ohne Krücken laufen können und dann als Torwart zurück in meine Mannschaft", so Dominic.

Woher nimmt er die Kraft?

"Mein Optimismus, und dass ich nicht aufgebe, das kommt von meiner Familie", erklärt er mit Hinweis auf Mutter, Vater und Bruder. "Sie haben mich immer ermutigt, zu tun, was ich will, und nie an meinen Zielen zu zweifeln. Ich denke, dass kommt von innen, ich denke immer, ich muss der Beste sein."

Dominic plant noch immer, professionneller Fußballer zu werden. Wenn das nichts werde, dann vielleicht Journalist oder Schiedsrichter. Der Gedanke, Journalist zu werden, kam ihm während seiner Zeit bei F4F. Dominic interviewte den Fußball-Star Roberto Carlos. Seine Frage an den ehemaligen brasilianischen Spieler war zuvor von den Machern der Aktion unter vielen anderen ausgewählt worden. Während einer Pressekonferenz dann kam Dominics großer Moment:

"Es war so nett, mit ihm zu sprechen", erzählt Dominic. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich das kann. Dann hat Roberto Carlos gesagt, ich könne nach Madrid kommen und ein Match ansehen, da war ich so glücklich. Ich war sprachlos."

Bereits das vierte Jahr in Folge hat die Initative Football for Friendsip (F4F) junge Menschen aus der ganzen Welt zusammengebracht, damit sie ihre Begeisterung für Fußball miteinander teilen können. Im Mittelpunkt stehen nach Angabe der Organisatoren dabei die Werte der Initative, wie Freundschaft, Gleichheit, Fairness, Gesundheit, Frieden und Hingabe an das, was die Mädchen und Jungen antreibt.