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Tag 5 der Judo-WM in Ungarn: Gold für Kroatien und Spanien

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Tag 5 der Judo-WM in Ungarn: Gold für Kroatien und Spanien
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An Tag fünf der Judo-Weltmeisterschaft in Ungarn standen wieder viele Europäer auf dem Siegertreppchen, allen voran Spanien und Kroatien, aber auch für die Niederlande, Österreich, Schweden und die ungarischen Gastgeber war noch Platz.

Kroatien konnte seine erste Weltmeisterin krönen. Barbara Matic, dieNummer 15 der Weltrangliste, war vor fast einem Jahrzehnt schon einmal Junioren-Weltmeisterin - während all ihrer Kämpfe in Budapest legte sie eine Form an den Tag, als wäre das gestern gewesen.

Im Kampf bis 70 Kilogramm um die Goldmedaille stand sie der Japanerin Ono Yoko gegenüber. Die erfahrene Judoka war ebenfalls in Bestform. Sie hatte sich mit Uchi-mata ins Finale geworfen und ihre berüchtigten Fähigkeiten am Boden genutzt.

Gold für Barbara Matic aus Kroatien

Das Finale schien zunächst ausgeglichen, aber kurz vor Ende schlug dann Matic zu und erzielte einen Waza-ari. Ihr Aufstieg an die Spitze mag ein Jahrzehnt gedauert haben, aber das Warten hat sich gelohnt.

Ihre Goldmedaille nahm Barbara Matic aus den Händen von Husain Al Musallam, dem Präsidenten des Internationalen Schwimmverbandes, entgegen.

"Ich habe mir gesagt, du hast schon eine Weltmedaille, du hast schon einen tollen Job gemacht, jetzt kannst du nur noch dein Herz auf die Tatami bringen und bis zum Ende kämpfen, und so war es auch", sagte Barbara Matic.

Die Nummer 1 der Welt Nikoloz Sherazadishvili war fest entschlossen, seinen Weltmeistertitel zurückzuerobern. Der Spanier wurde seinem Status als Top-Judoka gerecht und überraschte niemanden mit seinem fulminanten Durchlauf. Höhepunkt auf dem Weg zum Finale war ein fantastischer Uchi-mata gegen Kenta Nagasawa aus Japan.

Nikoloz Sherazadishvili gegen Davlat Bobonov

Davlat Bobonov aus Usbekistan war sein Gegner um die Goldmedaille. Dieser hatte im Halbfinale gezeigt, dass auch er ein großer Werfer ist, als er den haushohen Favoriten Krisztián Tóth besiegte.

Sherazadishvili gegen Bobonov - das war der Showdown zwischen zwei Kraftpaketen, die es wissen wollten. Am Ende erzielte Sheraza-dishvili ein Ippon mit einem O-uchi-gari und siegte.

Während bei seinem Trainer Tränen flossen, war der erste Gedanke des Weltmeisters bei seinem Gegner, er tröstete ihn, bevor er sich feiern ließ.

Tunde Szabo, Staatssekretärin für Sport in Ungarn, überreichte Nikoloz Sherazadishvili seine Medaille.

"Man muss sich jedes Mal verbessern, das ist meine Einstellung, auch gewinnen, ja, aber ich will immer auch etwas verbessern. Aber ich bin in einer guten Form, deshalb bin ich hierher gekommen", so Nikoloz Sherazadishvili.

Bronze gab es für den Schweden Marcus Nyman, der Kenta Nagasawa besiegte und sich seine erste WM-Medaille überhaupt sicherte.

Aber das große Highlight des Tages für das Publikum hier in Budapest war natürlich die Bronzemedaille für Krisztián Tóth, den der ungarischer Judoka sich unter großem Jubel holte.

Nachdem er 2017 leer ausgegangen war, war das ein emotionaler Moment für ihn und seine Familie.