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Jetzt auch fiese Werbung: Warum der Absturz von Annalena Baerbock (40)?

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Annalena Baerbock in Berlin
Annalena Baerbock in Berlin   -   Copyright  Kay Nietfeld/(c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Die Euphorie aus den Tagen nach der Nominierung von Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin der Grünen bei der Bundestagswahl ist verflogen. Die Kritik ist so heftig, dass Bettina Gaus im SPIEGEL sogar vorschlägt, die Grünen sollten auf Robert Habeck als Kanzlerkandidaten zurückkommen, denn Annalena Baerbock habe ihre Glaubwürdigkeit verloren.

Zudem hat die Lobbygruppe "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" (INSM) eine umstrittene Werbekampagne gegen Annalena Baerbock finanziert, die im Internet als Hintergrund bei vielen großen Medienseiten wie ZEIT ONLINE, FAZ.NET und SZ.DE aufpoppt. "Warum uns grüne Verbote nicht ins gelobte Land führen", heißt es da. Im Bild ein Photoshop von Annalena Baerbock mit Verbotstafeln wie in der Bibel.

Offenbar ist den Wirtschaftslobbyisten das Programm der grünen Partei ein Dorn im Auge. Hinter INSM stecken Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie.

Kampange von INMS gegen Annalena Baerbock
Screenshot Süddeutsche ZeitungKampange von INMS gegen Annalena Baerbock

Auch in der Papierversion zahlreicher Zeitung ist die Anti-Werbung präsent.

Im Interview muss sich die 40-Jährige vor allem wegen ihres geschönten Lebenslaufs rechtfertigen. Schlecht kommuniziert hat die Grüne zudem beim Thema Benzinpreis. Tatsächlich wird dieser auch nach den Plänen der großen Koalition von CDU und SPD erhöht - viele hatten aber verstanden, dass dies ein Projekt der Grünen sei.

In der Deutschlandtrend Umfrage wünschen sich die meisten Wählerinnen und Wähler Armin Laschet als künftigen Kanzler, auch Olaf Scholz holt auf - Annalena Baerbock hat spektakulär an Zustimmung verloren.

Der Stimmungstest in Sachsen-Anhalt mit dem spektakulären Sieg des CDU-Ministerpräsidenten Reiner Haseloff lässt Armin Laschet als möglichen Sieger erscheinen - trotz der Masken-Affäre um seinen Parteifreund Jens Spahn.

Olaf Scholz war zuletzt als Finanzminister auf dem internationalen Parkett - nämlich beim G7-Gipfel - unterwegs. Mehr Steuergerechtigkeit fordert der SPD-Politiker schon lange.

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stellt sich die Frage, wieviel Politikwechsel - auch im Kampf gegen den Klimawandel die Menschen in Deutschland tatsächlich wollen. In der Deutschland-Trend-Umfrage liegen die Grünen mit 20 Prozent deutlich vor der AfD, die wie die FDP auf 12 Prozent kommt.