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US-Außenminister Blinken ruft Verbündete zu weiterem Kampf gegen den IS auf

Von Giorgia Orlandi mit dpa
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US-Außenminister Blinken ruft Verbündete zu weiterem Kampf gegen den IS auf
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US-Außenminister Antony Blinken hat die verbündeten Staaten aufgefordert, im Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) nicht nachzulassen.

Er verwies bei einem Treffen der Anti-IS-Koalition in Rom darauf, der 83 Staaten und internationale Organisationen angehören, dass die Terrormiliz im Irak und in Syrien immer noch in der Lage zu größeren Anschlägen sei. Das habe eine Attacke mit 30 Toten in der irakischen Hauptstadt Bagdad im Januar gezeigt. Der US-Außenminister und warnte vor der Bedrohung, die vom IS in Afrika ausgeht.

Blinken setzte sich auch dafür ein, dass die in Syrien inhaftierten ausländischen IS-Kämpfer in ihre Heimatländer zurückgebracht und dort vor Gericht gestellt werden.Zudem sagte er 436 Millionen US-Dollar zusätzlich für humanitäre Hilfe in der Krisenregion zu. Damit addierten sich die Hilfszahlungen der USA im Zusammenhang mit dem Syrien-Krieg auf insgesamt 13,5 Milliarden Dollar, sagte er.

Der IS hatte im Sommer 2014 große Gebiete im Norden des Irak in seine Gewalt gebracht. Kurz darauf riefen die Dschihadisten ein Kalifat aus, zu dem auch die von ihnen kontrollierten Regionen im benachbarten Bürgerkriegsland Syrien gehörten. Unter Führung der USA wurde daraufhin die Anti-IS-Koalition gegründet, die maßgeblich daran mitwirkte, den IS bis März 2019 militärisch zu besiegen. Dennoch ist die Terrormiliz in beiden Krisenländern weiter aktiv und verübt immer wieder Anschläge.

"Aus der Sicht Washingtons ist Italien ein wichtiger NATO-Partner und ein entscheidender Verbündeter, um die Sicherheit in Libyen und im gesamten Mittelmeerraum zu gewährleisten. Auf der Konferenz der Anti-IS-Koalition zeigt sich ein starker Wille dazu, den Islamischen Staat vollständig auszurotten und die IS-freien Gebiet im Irak und in Syrien zu stabilisieren", kommentiert Euronews-Korrspondentin Giorgia Orlandi.

Deutschland wird von Außenminister Heiko Maas (SPD) vertreten. Am Abend reist Maas nach Süditalien weiter, wo am Dienstag in Matera ein G20-Außenministertreffen stattfindet. Dabei sollen die Themen Corona, Klimaschutz, Handel sowie Afrika im Vordergrund stehen. Das Treffen dient der Vorbereitung des G20-Gipfels Ende Oktober in Rom.

Journalist • Julika Herzog