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"Giftspritze": Impfgegner greift Politikerin an - in der Schweiz

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Von Euronews mit SRF
Protest gegen Corona-Regeln in der Schweiz - Symbolbild
Protest gegen Corona-Regeln in der Schweiz - Symbolbild   -   Copyright  STEFAN WERMUTH/AFP
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Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli hat in Gossau im Zürcher Oberland einen Impfbus eingeweiht. Dabei wollte die SVP-Politikerin auch Menschen überzeugen, die bisher nicht gegen Covid-19 geimpft sind. Ihr Auftritt wurde aber von Protesten begleitet. "Giftspritze" und "Impfen ist Tod" waren Parolen der Impfgegner, die die Regierungsrätin ausbuhten.

Dann lief ein Mann auf Natalie Rickli zu und schüttete eine Flüssigkeit über die 44-jährige Regierungsrätin. Der Mann wurde von Beamten in Zivil festgenommen. SRF, NZZ und Blick berichten über den Zwischenfall. Der Angreifer ist offenbar ein 44 Jahre alter Schweizer.

Mit Apfelschorle überschüttet

Die Kantonspolizei Zürich erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass es sich bei der Flüssigkeit um Apfelschorle handelte.

Auf Twitter erwähnt die Poltikerin den Angriff gar nicht - sie wirbt aber fürs Impfen. In dem mobilen Impfzentrum im Bus wurden am Samstag laut Rickli 120 Personen geimpft.

In der Schweiz ist die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen zuletzt auf etwa 200 gestiegen. Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat am Freitag 2575 Ansteckungen in 24 Stunden registriert. Aber vor allem steigt die Zahl der schwer erkrankten Covid-19-Patientinnen und -Patienten in den Intensivstationen der Schweiz. Die allermeisten schwer Erkrankten sind nicht geimpft.

Deshalb versucht auch der Kanton Zürich, die Impfquote zu verbessern. In den verbleibenden Impfzentren im Unispital Zürich, in Winterthur und Uster können sich die Menschen sogar teilweise ohne Termin gegen Covid-19 immunisieren lassen.

In Olten wurde an diesem Samstag bei Auseinandersetzungen rund um Corona-Proteste ein Mann verletzt.