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"Ist doch nur ein Bauch": Protest gegen "Crop Top"-Verbot

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Von Euronews
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Protest mit Crop Top
Protest mit Crop Top   -   Copyright  EBU /DKDR

Die Botschaft ist ziemlich deutlich: Mit bauchnabelfreien T-Shirts haben Schülerinnen und Schüler in Aarhus gegen das umstrittene Verbot sogenannter Crop Tops an einer dänischen Schule protestiert.

Dabei hatte die Schulbehörde nach massiver Kritik das Verbot wieder aufgehoben. Aber die Mädchen und Jungen wollten trotzdem ein Zeichen setzen.

Es gehe ebenso um die Sexualisierung von Frauen im Schulsystem und um eine Herabstufung junger Menschen als rücksichtslose Wesen, sagt Edith Vels von der Kathedralschule in Aarhus. Sie hat gemeinsam mit der Klassenkameradin Karen Butdz-Jörgensen die Aktion organisiert.

#DeterBareMaver (Ist doch nur ein Bauch)

"Ich bin sehr, sehr froh, dass so viele sich entschieden haben, mitzumachen. Es ist besonders gut, weil es für einige, die normalerweise keine Crop Tops tragen, nicht so einfach ist, diese Grenze zu überschreiten. Deshalb finde ich es beeindruckend, dass so viele mitmachen, unabhängig von Geschlecht, Größe und Hautfarbe - wir haben so viele Unterstützer. Darauf bin ich sehr stolz."

Karen Butdz-Jörgensen meint: "Auch wenn das Verbot an einer Schule fallen gelassen wurde, ist es aus einer größeren Perspektive immer noch wichtig, dass wir darüber diskutieren, ob Arbeitswelt oder Schulen einfach bestimmen können, welche Kleidung junge Menschen tragen dürfen."

Besonders verärgert hatte das Argument, ein bauchnabelfreies Hemd störe die Konzentration. Viele gaben ihren Unmut in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #DeterBareMaver, sprichwörtlich: "Ist doch nur ein Bauch" zum Ausdruck.

Offenbar lässt sich der Satz auch mit "blanker Bauch" übersetzen, wie diese Twitter-Userin erklärt.