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Ramstein: Zeltstadt für 7000 Flüchtlinge

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Von euronews
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Frauen auf dem US-Luftwaffenstützpunkt in Ramstein
Frauen auf dem US-Luftwaffenstützpunkt in Ramstein   -   Copyright  Associated Press (Videostandbild)
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Für rund 7000 Menschen, die die US-Armee aus Afghanistan ausgeflogen hat, ist Deutschland für ein paar Tage ihre Heimat. Auf dem US-Luftwaffenstützpunkt in Ramstein bei Kaiserslautern ist eine Zeltstadt entstanden. Dort sind die Menschen untergebracht, ehe sie in die USA gebracht werden. Vielen haben die Anstrengungen der vergangenen Tage gesundheitlich zugesetzt.

Simon Ritchie, US-amerikanischer Militärarzt, erläutert: „Wir stellen eine Menge Verletzungen fest, die mit der Hitze in Zusammenhang stehen. Die Menschen waren lange im Flugzeug, sie haben lange auf Landebahnen gesessen. Dort, wo sie herkommen, war es heiß. Ich würde sagen, dass die Mehrzahl Verletzungen sind, die mit Austrocknung und Hitze zusammenhängen.“

Ehemalige Mitarbeiterin der US-Botschaft: „Angst um mein Leben und um meine Familie"

Adina Ghafoori arbeitete für die US-Botschaft in Kabul. Nach der Machtübernahme der Taliban war ihr klar, dass sie und ihre Angehörigen Afghanistan verlassen müssen. „Ich habe Angst um mein Leben und um meine Familie. Meine Familie ist in Gefahr, weil ich für die Botschaft gearbeitet habe“, sagt sie. „In einigen Provinzen haben die Taliban Frauen zur Heirat gezwungen“, so Ghafoori.

Auch auf dem Truppenübungsplatz der US-Armee im oberpfälzischen Grafenwöhr laufen die Vorbereitungen, um Schutzsuchende zeitweise aufzunehmen. Seit Mitte August sind mit US-Flugzeugen rund 28 000 Menschen, darunter Armeeangehörige und afghanische Ortskräfte, außer Landes gebracht worden.