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Zu sehen, wen er wählt: Aufregung um Laschet-Wahlzettel bei Bundestagswahl 2021

Stimmzettel von Armin Laschet
Stimmzettel von Armin Laschet Copyright  Thilo Schmuelgen/AP
Copyright Thilo Schmuelgen/AP
Von Euronews mit AP
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In Deutschland ist eine Diskussion um den Wahlzettel von CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet entbrannt.

Nicht nur im Internet wird heftig darüber diskutiert, dass auf dem Wahlschein von CDU/CSU-Kanzlerkandidat Armin Laschet zu sehen war, wem der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen seine beiden Stimmen gegeben hat.

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Offenbar gibt es in Coronazeiten - wohl aber auch um schneller auszuzählen und um kein Papier zu verschweden - in Laschets Wahlkreis in Aachen keine Umschläge mehr.

Thilo Schmuelgen/AP
Susanne und Armin Laschet bei der Stimmabgabe in Aachen Thilo Schmuelgen/AP

Laschets Ehefrau hat ihren Wahlzettel aber so gefaltet, dass die Kreuzchen nicht zu sehen sind. Sie macht es auch nur halb richtig, denn eigentlich hätte die leere Rückseite außen sein sollen. 

Laut Paragraph 34 Absatz 2 im Bundeswahlgesetz muss der Wähler den Zettel so falten, dass "seine Stimmabgabe nicht erkennbar ist".

Paragraph 34
Text des Bundeswahlgesetzes Paragraph 34

Wählerinnen und Wähler dürfen eigentlich keine Handys in die Wahlkabinen mitnehmen, um keine Fotos des ausgefüllten Wahlzettels zu machen. Die Wahl sollte ja prinzipiell geheim bleiben.

Der Bundeswahlleiter gibt auf Twitter bekannt, dass die Stimme von Armin Laschet dennoch gültig ist. Es liege keine Wahlbeeinflussung vor. Eigentlich hätte der CDU-Politiker aber zurückgewiesen werden müssen - und dann mit einem neuen Wahlzettel wählen.

Damit widerstpricht der Bundeswahlleiter der ersten Reaktion von BILD.

BILD
Welche Konsequenzen hat das Foto? BILD

Die BILD stellte im Internet zunächst die Frage, ob die Stimme von Armin Laschet jetzt ungültig ist.

Einige machen auch Scherze.

In der Diskussion fragen sich manche auch, ob Laschet etwa bewusst gezeigt, wie er abgestimmt hat?

Auch Journalistinnen und Journalisten rätseln über die Konsequenzen.

Live beendet

Ganz Europa blickt gespannt auf die Bundestagswahl in Deutschland. Wir freuen uns über Ihr Interesse!
Hier können Sie weiter nach unten scrollen - dann finden Sie weitere Beiträge.
An dieser Stelle schließen wir den Liveblog und wünschen Ihnen eine gute Nacht! Danke für Ihr Interesse.
Alle Parteispitzen und Kandidaten sind sich einig, dass es schnell zu einer Regierungsbildung kommen soll. Olaf Scholz will verhindern, dass Angela Merkel erneut die Neujahrsansprache hält. Armin Laschet erinnert daran, dass Deutschland den G7-Vorsitz im kommenden Jahr übernimmt. Außerdem gäbe es schnellen Hahndlungsbedarf in wirtschaftlichen Fragen und anderen Bereichen.
Und wie haben Erstwähler abgestimmt? Anscheinend nicht für die Partei der einzigen Kanzlerin, die sie kennen.
Interessanter Moment in der Berliner Runde: Christian Lindner (FDP) und Annalena Baerbock (Grüne) haben gesagt, dass sie sich vorstellen könnten miteinander zu sprechen, bevor sie mit den beiden großen Parteien in Gespräche treten. Wie es aussieht, werden die beiden Parteien Teil der neuen Regierung sein. Doch welche Partei den Kanzler stellt, ob Ampel oder Jamaika, das ist die Frage.

Ricarda Lang, die sstellvertretende Bundesvorsitzende und Frauenpolitische Sprecherin für Bündnis 90/Die Grünen freut sich.... Sie ist in Filderstadt in Baden-Württemberg angetreten.

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel freut sich in der Elefantenrunde, dass ihre Partei keine "Eintagsfliege" geblieben ist. Man gehe mit "guter Laune" in die neue Legislaturperiode.

Gewinner und Verlierer - und ihre Rolle bei der Regierungsbildung

Der Politikwissenschaftler Matthias Dilling von der Universität Oxford sagte gegenüber Euronews: "Für die allgemeine Diskussion und die Verhandlungen werden auch Narrative über Verluste und Gewinne von Bedeutung sein. Im Jahr 2002 war eines der Argumente für die CDU/CSU, die nächste Regierung zu führen, die Tatsache, dass sie an Zustimmung gewonnen hatte, während die SPD an Zustimmung verloren hatte. Nach der gleichen Logik könnte die SPD angesichts ihrer inhaltlichen Zugewinne und der Verluste von CDU/CSU einen stärkeren Anspruch auf die Kanzlerschaft haben."
 


Die SPD liegt in den Umfragen - sowohl in den Prognosen von ARD als auch von ZDF - weiter leicht vorne. 
Was die Befragten von den unterschiedlichen Koalitionsoptionen halten...
 
Es sieht so aus, als wäre die Regierunsgbeteiligung für die FDP sicher - mit wem, das ist die große Frage. FDP-Chef Lindner freut sich über das Ergebnis. Die Partei hat in den Hochrechnungen leicht zugewonnen.
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sieht den Auftrag für die Regierungsbilung bei sich
Olaf Scholz reagiert auf das vorläufige Ergebnis, das die SPD ganz leicht vorne sieht.
Und hier die nächste Hochrechnung zur Bundestagswahl von ARD/Infratest dimap (Stand 19:14 Uhr):
CDU/CSU: 24,7 SPD: 24,9 AfD: 11,1 FDP: 11,7 Linke: 5,0 Grüne: 14,6 
Jubel im Willy-Brandt-Haus, Parteizentrale der SPD in Berlin, gefilmt von unserem Korrespondenten Lutz Faupel

Siegesstimmung bei der SPD, die sich - wie die CDU - auf eine Regierungsbildung vorbereiten. Zwar werde man erst das endgültige Ergebnis abwarten, dann aber will man sich an die Arbeit machen.
Jubelstimmung bei der SPD: Kanzlerkandidat Olaf Scholz freut sich über den leichten Vorsprung der SPD in einigen Hochrechnungen: "Das ist ein großer Erfolg", dankte er zunächst den Wählern. Diese wollen einen "Wechsel in der Regierung" und, dass der nächste Kanzler Olf Scholz heiße.
"Wir wollen alles daran setzen, eine Bundesregierung unter Führung der Union zu bilden", so Laschet. "Deutschland braucht jetzt eine Zukunftskoalition, die unser Land modernisiert". So einfach wird die CDU/CSU wohl nicht in die Opposition gehen. Denkt Laschet an eine Koalition mit Grünen und FDP?
Die erste Reaktion von Armin Laschet ist zurückhalten. Es sei ein besonderer Wahlabend. Er dankte zunächst Angela Merkel für die 16 vergangenen Jahre. Laschet sprach von einer "Ausnahmesituation" und Kopf-an-Kopf-Rennen. "Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein", räumt Laschet aber auch ein. 
Eine ganze Generation junger Deutscher kennt nur Angela Merkel im Kanzleramt. Wie sie wählen und wofür Merkel für sie steht, dem ist unser Kollege Luis Jachmann auf den Zahn gegangen. 

Wie wählt die Generation Merkel?

Welches Zeugnis stellen junge Leute der scheidenden Kanzlerin nach 16 Jahren im Amt aus? euronews-Reporter Luis Jachmann hat sich umgehört.
Die FDP wird wie erwartet eine wichtige Rolle bei der Regierungsbildung spielen - je nach dem, mit wem sie regiert, entscheidet sie wie die neue Regierungskoalition aussieht. "Königsmacher" nennt man das. Allerdings hattte sich Lindner zuvor für eine CDU-geführte Regierung ausgesprochen.
 
Der Jubel bei den Grünen bezieht sich vor allem auf die Landtagswahl in Berlin, denn dort liegen laut Prognose die Grünen vor der SPD von Franziska Giffey.
Tino Chrupalla von der AfD sagt er ist "stolz auf dieses Ergebnis", er dankt seinen Wählern für das "konsolidierte Ergebnis". Jörg Meuthen, Bundessprecher der AfD dankte den Wahlkämpfern. Die Prognose liege dort, wo die Prognosen bisher lagen. Die CDU sei abgestraft worden und das sei "erfreulich". Man müsse nun analysieren, warum das schlechte Ergebnis der CDU nicht der AfD zugute kam.
Für Euronews bei der SPD ist Lutz Faupel, er spricht von großem Jubel. Man hofft hier, dass die Prognosen, die die SPD vorne zeigen, sich auch beim Endergebnis durchsetzen.
Euronews-Korrespondentin Lena Roche ist bei der CDU in Berlin, sie sagt es sei "mucksmäuschenstill" gewesen, als das vorläufige Ergebnis bekanntwurde. Wird Armin Laschet für das schlechte Ergebnis verantwortlich gemacht? Sicher ist, dass es in der Kampagne mehrere Pannen gab, die ihm möglicherweise nicht geholfen haben.
Für die CDU ist es ein historisch schlechtes Ergebnis - es ist das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU  

Berlin lässt die Wahllokale länger auf
Nach Angaben des Tagesspiegel darf in Berlin länger als bis 18 Uhr gewählt werden. Wartende in Schlangen sollen auch danach noch ihre Stimme abgeben können. Grund sind lange Schlangen und fehlende Wahlzettel in einigen Wahllokalen. Wer sich nach 18 Uhr anstellt, darf aber nicht mehr wählen, wie die Zeitung von einem Sprecher der Landeswahlleitung erfahren hat.


Noch weniger als 30 Minuten bis die Wahllokale schließen und erste Hochrechnungen veröffentlicht werden. Manche können es offenbar nicht abwarten...
Die Wirtschaftszeitung THE ECONOMIST mit einem harten Urteil über die Regierung Merkel. Es ist die Rede von nationaler und internationaler Unordnung.
Und das Bild spricht Bände.
Offenbar hätte Armin Laschet einen Hinweis finden können, wie der Wahlzettel zu falten ist. Übrigens hat der CDU-Politiker mal Jura studiert.
2017 hatte die LINKE fünf Direktmandate erreicht - um in den Bundestag zu kommen, braucht eine Partei DREI Direktmandate.
LINKEN-Politiker Bodo Ramelow an diesem Sonntag über Angela Merkel: "Es bleibt für mich ihre ruhige Art, in kritischen Situationen auch komplizierte Verhältnisse gut zu moderieren."
Auch "Die Linke" trendet auf Twitter - angetrieben auch von rechten Kreisen, die gegen die Partei mobil machen. Das gefällt nicht allen.
Auf Twitter trendet an diesem Sonntag "Angela Merkel". Griechenlands ehemaliger Finanzminister hat keine guten Erinnerungen. Er teilt einen satirischen Artikel, der nicht nur Satire sei... dazu dass die EU Merkel Griechenland "gegeben" habe.
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