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18.000 Tonnen am Tag: Schwefeldioxidwolke über La Palma wird größer

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Von Escarlata Sanchez
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Cumbre Vieja
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Die Gaswolke auf auf der spanischen Kanareninsel La Palma wird immer dichter. Der Vulkan wirft weiterh eine etwa 3.000 Meter hohe Wolke mit großen Mengen an Schwefeldioxid aus, 18.000 Tonnen pro Tag. 100 Tonnen pro Tag wären normal für den Cumbre Vieja, von einem Ende der Eruptionen ist also nicht auszugehen. Das Schwefeldioxid verteilte sich gestern über die iberische Halbinsel, einen großen Teil Marokkos und über Algerien, wie Bilder Satelliten Copernicus zeigen.

Es entsteht ständig neues Gas, mit nur kleineren Schwankungen. In der letzten Stunde haben wir wieder mehr Gasentwicklung gesehen, dazu kam dann eine große Aschesäule, ziemlich intensiv. Wir werden jetzt abwarten, die Asche scheint sich in Richtung Meer zu bewegen, das wäre am wenigstens giftig für uns.
Rubén López
Vulkanologe, IGN

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez nahm an der Sitzung der Kanarischen Katastrophenkommission teil. Zwar sei bereits ein Hilfsplan genehmigt, so Sanchez, aber man wisse noch nicht, wie hoch die endgültige Summe für den Wiederaufbau der Insel nach dem Vulkanausbruch sein werde. Die Bewohner La Palmas bat er um Geduld, der Ausbruch sei noch nicht zu Ende.

800 Anwohner waren Anfang der Woche evakuiert worden, sie hoffen, dass sich die Nachricht bestätigt, dass ein Lavastrom an der Nordflanke bald zum stoppen kommt. Die gesamte von der Lava betroffene Fläche beträgt mehr als 650 Hektar. Das Magma hat etwa 1.500 Gebäude zerstört, etwa 7.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.