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Tsunami-Vergleich: Lava auf La Palma strömt deutlich schneller

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Von Euronews mit dpa, AP
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Tsunami-Vergleich: Lava auf La Palma strömt deutlich schneller
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Die Kanareninsel La Palma ist zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen von einem heftigen Erdstoß der Stärke 4,5 erschüttert worden.

In der Folge hat der Lavafluss aus dem Vulkan seine Konsistenz verändert. Deutlich schneller und dünnflüssiger als zuletzt bahnte sich die 1200 Grad heiße Masse ihren Weg in Richtung Atlantik.

Das vulkanologische Institut der Kanaren, Involcan, verglich die Fließgeschwindigkeit mit einem Tsunami. Dies wurde aber von anderen Experten auch als positives Zeichen für eine Stabiliisierung der Lage gewertet. Im Raum steht die Vermutung, dass die Flüssigkeit jetzt ohne Hindernisse aus dem Vulkan laufe, bis der Druck nachlasse. Wann das geschehe, lasse sich aber nicht vorhersagen, erklärte der Vulkanologe Juan Carlos Carracedo.

Durch den veränderten Lavafluss gerieten weitere Inselgebiete in Gefahr. Allein seit Dienstag mussten 1200 Menschen ihr Zuhause verlassen. Die Gesamtzahl der Evakuierten liegt rund einen Monat nach dem Ausbruch bei über 7000. Ernsthaft verletzt wurde bislang niemand.

Der Flughafen auf La Palma ist weiter offen. Allerdings gibt es im Moment nur Flüge zu Nachbarinseln. Auf den größeren Kanareninseln Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote läuft der Betrieb reibungslos.