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Chile: Gedenken an 2019 - mit Krawall

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Von euronews
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Ausschreitungen in Santiago
Ausschreitungen in Santiago   -   Copyright  MARTIN BERNETTI/AFP

Kundgebungen in Santiago und anderen Städten Chiles sind in Gewalttätigkeiten ausgeartet. Es gab landesweit rund 30 Festnahmen. Zu den Demonstrationen war anlässlich des zweiten Jahrestages des Beginns der Proteste gegen soziale Ungerechtigkeit in dem Land aufgerufen worden.

Verfassung von 1980 soll ersetzt werden

Zudem fielen die Kundgebungen auf den Tag, an dem die Verfassungsgebende Versammlung zusammenkam. Diese überarbeitet den Verfassungstext, der 1980 während der Herrschaft von Augusto Pinochet entstand. Insbesondere die linksgerichteten Parteien des Landes haben sich für eine neue Verfassung eingesetzt.

„Wenn die Proteste 2019 nicht stattgefunden hätten, würden wir wohl nicht die jetzigen Veränderungen erleben. Deshalb bin ich hier. Es ist eine Gedenkveranstaltung, ich hoffe, dass es so weitergeht und dass die Verfassungsgebende Versammlung unsere Ziele erreicht, nämlich eine neue Verfassung, damit wir ein besseres Land werden“, so ein Teilnehmer der Kundgebung. Eine Teilnehmerin sagt: „Ich freue mich, denn die Leute sind hier, weil sich Chile bereits gewandelt hat. Wir sind nicht mehr in unseren Häusern eingesperrt. Die chilenische Bevölkerung kann sich jetzt äußern und ihre Beschwerden zum Ausdruck bringen."

2019 stand Chile wegen der Proteste zeitweise vor dem Zusammenbruch. Dagegen waren die Ausschreitungen am zweiten Jahrestag eine Geringfügigkeit.