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Ausschreitungen bei Protesten in Chile

Seit zwei Monaten gehen Zehntausende Menschen in Chile auf die Straße, um gegen die Sozialpolitik der Regierung zu demonstrieren. Am Freitag kam es nun erneut zu Ausschreitungen.

Die Bilanz seit Beginn der Proteste ist verheerend: Tausende wurden bei Zusammenstößen mit der Polizei verletzt - darunter auch rund 2000 Polizisten, die mit Pelletpistolen auf die Demonstranten zielten. Mindestens 300 Menschen klagen teils bis heute über Augenverletzungen.

26 Menschen starben bislang bei Protesten, die am 18. Oktober wegen der Erhöhung der U-Bahn-Tarife in Santiago begannen und sich zu weitreichenden Beschwerden über viel tiefere Fragen der Ungleichheit ausweiteten.

Das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte veröffentlichte kürzlich einen Bericht, der auf einer dreiwöchigen Untersuchungsmission in Chile basiert und zu dem Schluss kommt, dass Polizei und Armee "schwere Menschenrechtsverletzungen" an den Protestierenden begangen haben.