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Russische Truppen nahe der Ukraine: NATO in Alarmstimmung

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Von Euronews  mit dpa
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Russische Truppen nahe der Ukraine: NATO in Alarmstimmung
Copyright  Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Die NATO ist alarmiert über den erneuten Aufmarsch russischer Streitkräfte unweit der Ukraine. Man habe in den vergangenen Wochen große Truppenkonzentrationen in der Nähe der Grenzen gesehen, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag am Rande eines Treffens mit dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba in Brüssel.

"Russlands Strategie: Europa erschüttern"

Dieser warnte vor einer verstärkten russischen Militärpräsenz auf der annektierten Krim und in der vom Krieg zerrissenen Ostukraine: "Diese militärische Aufrüstung sollte nicht losgelöst von anderen Krisen und Spannungen in Europa betrachtet werden. Der Einsatz von Migranten als Waffe gegen Polen, Litauen und im weiteren Sinne gegen die europäische und euro-atlantische Gemeinschaft, die Energiekrise in Europa, die Desinformations- und Propagandakampagnen, die darauf abzielen, die Spaltung der europäischen Länder und der europäischen Gemeinschaft zu verdeutlichen - all das ist Teil einer umfassenden Strategie Russlands, um Europa zu erschüttern und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Europa versucht sein wird, Russland Zugeständnisse zu machen."

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell wollte die militärische Aufrüstung an der ukrainische Grenze nicht mit der Belarus-Krise in Verbindung bringen.

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass Lukaschenko das, was er tut, ohne die starke Unterstützung Russlands tun könnte.
Josep Borrell
EU-Außenbeauftragter

Fabrice Pothier, Analyst bei Rasmussen Global, glaubt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin seit zehn Jahren das gleiche Muster verfolgt: "Er hat die gleiche Strategie, die er seit 2014 mit anderen Mitteln verfolgt. Es könnte sein, dass er sich tatsächlich zu einer militärischen Invasion entschließt. Und das sollte man nicht einfach abtun. Ich glaube jedoch, dass er bereits erreicht hat, was er will: Nämlich die Ukraine weiterhin schwach und in Sorge zu halten und die westliche Unterstützung für die Ukraine in Frage zu stellen."

NATO-Chef Rasmussen warnte, dass jede weitere Provokation oder aggressive Handlungen Russlands besorgniserregend wären. Das Bündnis beobachte die Situation sehr genau.

Euronews-Reporterin Valérie Gauriat berichtet von der Lage vor Ort an der Grenze zwischen Polen und Belarus: