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EMA gibt grünes Licht für Biontech-Impfstoff für Kinder ab fünf Jahren

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Von Euronews  mit dpa
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Särge für an Corona Verstorbene
Särge für an Corona Verstorbene   -   Copyright  Robert Michael/(c) dpa-Zentralbild

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren in Europa. Wann Deutschland über die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung empfiehlt bleibt abzuwarten.

In Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 351 Menschen an oder mit dem Coronavirus verstorben. Damit ist die Schwelle von 100.000 Toten überschritten worden. Die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie liegt nun bei 100.119.

Am Donnerstag erreichte die Sieben-Tage-Inzidenz einen Höchststand von 419,7. Die Zahl der binnen eines Tages übermittelten Corona-Neuinfektionen überschritt erstmals die Schwelle von 70.000 Neuinfektionen. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben 75.961 Fälle in 24 Stunden.

Die meisten Corona-Toten gab es laut RKI im vergangenen Winter mit teils mehr als 1000 pro Tag gemeldeten Fällen. Momentan sind die Sterbezahlen wesentlich niedriger, obwohl es deutlich mehr Infektionen gibt. Dass jetzt weniger Infizierte sterben, liegt auch daran, dass große Teile der Bevölkerung geimpft sind - insbesondere bei älteren Menschen, die anfälliger für schwere Verläufe sind.

Laut RKI gehen in die Statistik Todesfälle ein, bei denen ein laborbestätigter Corona-Nachweis vorliegt und die in Bezug auf diese Infektion verstorben sind. Erfasst werden demnach sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstorben sind, als auch Infizierte mit Vorerkrankungen, bei denen sich nicht abschließend die Todesursache bestimmen lässt.

Slowakei geht in den Lockdown

In der Slowakei hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht. Am Mittwoch wurde zum ersten Mal die Marke von mehr als 10.000 bestätigten positiven Corona-Tests überschritten. Insgesamt meldeten die slowakischen Gesundheitsbehörden 10.315 neue Fälle.

Die Regierung hat nun einen landesweiten Lockdown beschlossen, der zwei Wochen lang gelten soll. Das wurde bei einer Kabinettssitzung bekannt gegeben. Entgegen früheren Plänen gebe es dabei keine Ausnahmeregeln für Menschen, die gegen Covid-19 geimpft sind, hieß es.

Die Schulen sollen aber offenbar geöffnet bleiben. Die Bedingung dafür sind regelmäßige Corona-Tests, sagte Vize-Regierungschef Richard Sulik. Auch der Weg zur Arbeit bleibt weiterhin möglich, es wird aber eine Testpflicht ab dem 29.11. geben. Geschlossen werden nach Suliks Worten jedoch alle Restaurants und Geschäfte mit Ausnahme von jenen, die für Lebensmittel und andere Grundbedürfnisse unverzichtbar sind.

Wenn ein solch harter Lockdown nichts bringe, dann werde das auch weltweit so sein, erklärte Ministerpräsident Eduard Heger. Die neuen Maßnahmen in dem Land entsprechen den Forderungen der Europräischen Union. Brüssel ruft die Mitgliedstaaten auf, in der Corona-Krise schnell zu handeln – so soll der Druck auf die Krankenhäuser im Dezember und Januar verringert werden.

2G in Italien

Auch in Italien wurden strengere Corona-Regeln beschlossen. Ab dem 6. Dezember gilt im ganzen Land in vielen Bereichen die 2G-Regel. In der Gastronomie oder bei Veranstaltungen, muss jeder und jede vorweisen, gegen das Coronavirus geimpft oder von der Krankheit genesen zu sein. Die Regeln gelten landesweit zunächst bis zum 15. Januar. Danach nur in Regionen, die in Corona-Zonen mit strengeren Regeln eingeteilt sind.

Die Regierung um Ministerpräsident Mario Draghi stimmte einem entsprechenden Dekret zu. "Wir stellen fest, dass die Situation in unseren Nachbarländern sehr ernst ist. Und wir sehen auch, dass sich unsere Situation in Italien langsam aber stetig verschlechtert," so Drahghi.

Ab dem 15. Dezember müssen sich auch das Schulpersonal sowie Polizisten, Soldaten, Rettungskräfte und Angestellte in der Gesundheitsverwaltung gegen Covid-19 impfen lassen. Das Gesundheitspersonal, für das schon seit April eine Pflicht galt, braucht die Auffrischungsimpfung.

Mehr als 87 Prozent der Menschen über zwölf Jahren haben in Italien laut Gesundheitsministerium mindestens eine Impfdosis erhalten. Die Auffrischungsimpfung ist fünf Monate nach der zweiten Dosis möglich. Auch Draghi erhielt sie nach eigener Aussage bereits.