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Neue Höchstinzidenz: Corona-Krisenstab soll noch diese Woche starten

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Von Euronews  mit DPA/AP/AFP
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Impfaktion in der Leipziger Nikolaikirche am 1. Advent
Impfaktion in der Leipziger Nikolaikirche am 1. Advent   -   Copyright  Sebastian Willnow/dpa via AP

Mit einer neuen Höchstinzidenz (452,4) startet Deutschland in die neue Woche - und düsteren Aussichten für die Vorweihnachtszeit.

Die Zahl der Neuinfektionszahlen steigt weiter - auch die der Covid-Patienten in den Krankenhäusern. Um einen Kollaps abzuwenden wurden am Wochenende mithilfe der Bundeswehr knapp 50 Intensivpatienten aus Bayern, Thüringen und Sachsen in andere Bundesländer verlegt. Bald könnte sogar der Transport in europäische Nachbarländer drohen, warnen Experten.

Angesichts immer neuer Inzidenzrekorde und der neuen Bedrohung durch Virusvariante Omikron - mindestens drei bestätigte Fälle bislang - wächst der Druck auf die designierte Bundesregierung.

Corona-Krisenstab im Kanzleramt

Diese will noch vor Amtsantritt einen Corona-Krisenstab im Kanzleramt einsetzen mit einem Bundeswehrgeneral an der Spitze, womöglich schon diese Woche.

Doch vielen geht der Zeitplan nicht schnell und das von den Ampel-Parteien durchgesetzte Infektionsschutzgesetz nicht weit genug.

Der noch geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn fordert ein Bund-Länder-Treffen - und bringt langfristige Einschränkungen für Ungeimpfte ins Spiel. Bei einer Gesprächsrunde seines eigenen Ministeriums sagte Spahn am Samstag: "Ich fände es wichtig, wenn wir auch nach dieser Welle noch viele, viele Monate bei 2G bleiben würden. Lassen Sie diese Maßnahme einfach als Grundkonzept in vielen Bereichen gelten."

Lockdown oder Impfpflicht?

Die Rufe werden lauter, Maßnahmen gegen Corona deutlich zu verschärfen. Vertreter der Wissenschaftsakademie Leopoldina etwa fordern eine sofortige Kontaktreduzierung.

Auch die Debatte um eine allgemeine Impfpflicht hält an. Bayerns Ministerpräsident Söder bezeichnet diese am Sonntagabend als einzige Chance, um aus der "Endlosschleife herauszukommen".

Zuvor hatte sich auch schon Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil von der SPD für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen.

Impfung

Ein ganz besondere Impfangebot gab es zum am 1. Advent in Sachsen. Dort kombinierten einige Kirchen den Gottesdienst mit einer Impfaktion.

In Dresden beteiligte sich die Frauenkirche und das Haus der Kathedrale an der Aktion. In Leipzig gab es in der Nikolaikirche und der Propstei Sankt Trinitatis die Möglichkeit zur Impfung, in Schneeberg in der Sankt Wolfgangskirche und in Schmochtitz im Bildungsgut Sankt Benno.

Jeweils 250 Dosen von Biontech/Pfizer standen für eine Erst-, Zweit- oder Drittimpfung zur Verfügung.