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Angst vor Omikron-"Flutwelle": Was jetzt für Reisen zwischen Frankreich und Großbritannien gilt

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Von Alexandra Leistner
Schlange stehen am Londonder Flughafen Heathrow: Wer über Weihnachten nach Frankreich wollte, steht jetzt womöglich vor einem Problem.
Schlange stehen am Londonder Flughafen Heathrow: Wer über Weihnachten nach Frankreich wollte, steht jetzt womöglich vor einem Problem.   -   Copyright  Frank Augstein/AP

Wer zwischen Großbritannien und Frankreich über die Feiertage reisen wollte, steht jetzt vielleicht vor einem Problem: Um die Verbreitung der Sars-CoV2-Variante einzudämmen, hat die französische Regierung an diesem Donnerstag strikte Einreiseregelungen bekanntgegeben.

Wie das Büro des Premierministers bestätigte, müssen Reisende ab Mitternacht in der Nacht von Freitag auf Samstag "zwingende Gründe" angeben, um nach Großbritannien zu reisen und nach Frankreich zurückzukehren - unabhängig vom Impfstatus.

Gerechtfertigt wird der Vorstoß mit dem Eingeständnis der britischen Regierung, dass eine Omikron-"Flutwelle" über das Land hereinbrechen werde.

Reisen zwischen Großbritannien und Frankreich zu touristischen und geschäftlichen Zwecken werden nicht erlaubt sein, heißt es in der Erklärung. Die "zwingenden Gründe" gelten jedoch nicht für französische Staatsbürger sowie deren Partner und Kinder, die "weiterhin nach Frankreich einreisen können".

In einer separaten Erklärung der französischen Regierung umfasst die Liste der zwingenden Gründe für Reisen nach Großbritannien auch "ausländische Staatsbürger, die in ihr Land zurückkehren".

COVID-19-Tests 24 Stunden vor Abfahrt sind erforderlich, um nach Frankreich einzureisen - bisher konnten sie innerhalb von 48 Stunden vor der Abreise gemacht werden. Sie gelten für alle Einreisenden, unabhängig davon, ob die Personen geimpft sind oder nicht.

Der französische Konsul in London veröffentlichte die neuen Regelungen auf Twitter.

"Drastische Maßnahmen"

Das Büro des französischen Ministerpräsidenten bestätigte, dass es sich bei den Tests entweder um PCR- oder Lateral-Flow-Tests handeln kann - Selbsttest seien aber nicht gültig. Der Nachweis muss in Form eines anerkannten Zertifikats erbracht werden.

Personen, die aus Großbritannien nach Frankreich einreisen, müssen sich zudem selbst isolieren und ihre Adresse vorab online über eine App registrieren, die eine Quarantäneanordnung der Präfektur generiert. Die Selbstisolierung kann nach 48 Stunden aufgehoben werden, wenn ein negativer COVID-19-Test vorliegt.

Die französische Regierung riet Menschen, die eine Reise nach Großbritannien geplant haben, dazu auf, ihre Reise zu verschieben.

Die neuen Maßnahmen werden "drastischer" sein als die derzeitigen, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Donnerstag gegenüber den Sendern BFMTV und RMC.

Er sagte, dass die Quarantäne für Besucher aus Großbritannien "von Sicherheitskräften kontrolliert" werde.

Die neuen Beschränkungen wurden am Donnerstagmorgen auf der Website der französischen Botschaft in Großbritannien veröffentlicht (auf Französisch).

Auf der Website der französischen Regierung finden sich weitere Einzelheiten zu den "zwingenden Gründen" für Reisen zwischen Frankreich und Großbritannien.

Zu den Personen, die nach Großbritannien reisen dürfen, gehören "ausländische Staatsangehörige, die in ihr Land zurückkehren", Besuche nach dem Tod eines nahen Familienmitglieds oder wenn sich eine solche Person in einem lebensbedrohlichen Zustand befindet.

Zu den Personen, die nach Frankreich zurückkehren dürfen, gehören französische und EU-Staatsangehörige und ihre Familien sowie Briten, die von der Brexit-Vereinbarung profitieren, d. h. in der EU ansässige britische Staatsangehörige, sowie Staatsangehörige anderer Länder mit Wohnsitz in der EU.

Britische Beamt:innen, die beruflich unterwegs sind, sowie britische Polizist:innen, Zollbeamt:innen und Mitarbeiter:innen des Eurotunnels dürfen ebenfalls französisches Hoheitsgebiet betreten. Dasselbe gilt für Beschäftigte des Gesundheitswesens, registrierte Student:innen und Lehrer:innen sowie für Transportarbeiter:innen, einschließlich LKW-Fahrer:innen, die Güter transportieren.

Gestern waren in Großbritannien 78.610 neue COVID-19-Fälle registriert - die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie. In dem Land verbreitet sich die sehr leicht übertragbare neue Omikron-Variante.

Der britische Premierminister Boris Johnson hatte am vergangenen Sonntag angekündigt, dass das Land eine Omikron-"Flutwelle" erwarte. In einigen Gebieten verdoppelt sich die Zahl der Omikron-Fälle alle zwei Tage, fügte er am Mittwoch hinzu.

Frankreich hat bisher 240 Omikron-Fälle auf seinem Staatsgebiet verzeichnet. Die neuen Beschränkungen für Großbritannien zielten darauf ab, "das Netz enger zu knüpfen", um die Zahl der ins Land gelangenden Fälle zu verringern und die Ausbreitung zu verlangsamen, sagte Gabriel Attal.

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