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Nach uns die Omikron-Flut: Wie die Welt Weihnachten 2021 feiert

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Von Alexandra Leistner
Traditionelles Weihnachtsschwimmen im Senftenberger See, Senftenberg in Deutschland 24. Dezember 2021.
Traditionelles Weihnachtsschwimmen im Senftenberger See, Senftenberg in Deutschland 24. Dezember 2021.   -   Copyright  Bernd W'stneck/AP via dpa

Wird Weihnachten zum Fest für Omikron? Davor hatte in der vergangenen Woche RKI-Chef Lothar Wieler gewarnt, wenige Tage später forderte er strikte Kontaktbeschränkungen, Reisen sollten nur wenn unbedingt notwenig stattfinden. Die neue Bundesregierung unter Kanzler Scholz hat sich dennoch entschieden, neue Maßnahmen erst nach Weihnachten in Kraft treten zu lassen. 

Ab dem 28. Dezember dürfen sich nur noch 10 Personen privat treffen, wenn sie geimpft oder genesen sind. Bei Ungeimpften dürfen nur zwei Personen zu denen, die im selben Haushalt leben, hinzukommen. Ausgenommen von diesen Einschränkungen sind Kinder unter 14 Jahren.

Das RKI meldete nun, dass Omikron auch in Deutschland in allen 16 Bundesländern nachgewiesen wurde. Zwar werde der überwiegende Anteil der Infektionen nach wie vor von der Delta-Variante des Coronavirus verursacht, die Zahl der nachgewiesenen Omikron-Fälle in den letzten Wochen sei aber deutlich angestiegen.

An Heilig Abend wurden dem Robert-Koch-Institut 35.431 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet, eine Zahl die rückgängig ist, aber Erwartungen zufolge sehr bald wieder ansteigen dürfte.

Die Lage zu Weihnachten in anderen Ländern

In den USA müssen Millionen von Menschen während der Weihnachtsfeiertage mit Reiseproblemen und verschärften Covid-Beschränkungen rechnen: Denn die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante führt zu verschärften Sicherheitsbestimmungen und Flugausfällen.

Die täglichen Fälle von Omikron in den USA sind über den Höhepunkt der jüngsten Delta-Welle hinaus gestiegen, die Krankenhäuser im ganzen Land sind überfüllt.

Italien, Spanien und Griechenland haben das Tragen von Gesichtsmasken im Freien wieder eingeführt. Katalonien hat eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, und in den Niederlanden gilt ein harter Lockdown.

Portugal hat neue Einschränkungen über Weihnachten und Neujahr angekündigt. Das Arbeiten von zu Hause aus wird zur Pflicht, und Bars und Diskotheken sind ab Samstag geschlossen.

Ab dem 27. Dezember müssen alle Personen, die nach Dänemark einreisen, einen negativen COVID-Test vorweisen, auch wenn sie geimpft sind. Die Maßnahme wird vom 27. Dezember bis mindestens 17. Januar 2022 gelten.

Schweden hat am Dienstag (21. Dezember) neue Maßnahmen angekündigt, darunter die Ausweitung der Verwendung von Impfpässen. Ab dem 23. Dezember werden die Menschen dazu angehalten, von zu Hause aus zu arbeiten. 

Irland hat eine Sperrstunde für Kneipen und Restaurants ab 20 Uhr verhängt, um den Anstieg der COVID-19-Fälle ab Sonntag (19. Dezember) einzudämmen. Auch Veranstaltungen in geschlossenen Räumen werden eingeschränkt, und die Kapazität aller Veranstaltungen wird begrenzt.

In der Schweiz haben nur geimpfte oder von COVID-19 genesene Personen Zutritt zu Restaurants, kulturellen Einrichtungen oder anderen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen. Private Familientreffen sollen auf 10 Personen begrenzt sein.

Österreich hat am Sonntag (12. Dezember) die Ausgangssperre für Personen mit einem "2G"-Ausweis aufgehoben. Personen ohne diese Bescheinigung dürfen ihre Wohnung nur verlassen, um zur Arbeit zu gehen oder für andere wichtige Zwecke.

Zwar gibt es Studien, die darauf hinweisen, dass Omikron milder verläuft als andere Varianten, Wissenschaftler:innen machen sich aber angesichts der Zahl der Fälle Sorgen.

"Wenn Millionen und Abermillionen von Menschen gleichzeitig erkrankt sind, braucht es nicht viel, um die Krankenhäuser zu überschwemmen", sagte Dr. Hallie Prescott, außerordentliche Professorin für Innere Medizin an der Universität von Michigan, der New York Times.

Zudem macht man sich - unter anderem in Deutschland - Sorgen, dass wegen der hohen Infektionszahlen und Personen, die sich in Quarantäne begeben müssen, die sogenannte kritische Infrastruktur zusammenbricht, dazu zählen Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst oder Strom- und Wasserversorgung.