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Studie zeigt milderen Verlauf von Covid-19 bei Omikron: Warum Experten sich trotzdem sorgen

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Von Euronews
Großbritannien hat trotz einer hohen Impfrate mehr als 100.000 Neuinfektionen - pro Tag.
Großbritannien hat trotz einer hohen Impfrate mehr als 100.000 Neuinfektionen - pro Tag.   -   Copyright  Frank Augstein/AP

Laut einer vorläufigen Studien aus Großbritannien scheint die Omikron-Welle milder zu verlaufen.

Nach Erkenntnisse der Forscher am Imperial College London deuten die Daten darauf hin, dass weniger Menschen mit der Variante, die an Covid-19 erkranken, eine Krankenhausbehandlung benötigen.

Rund 24 % weniger Einweisungen gibt es der Studie zufolge bei Omikron verglichen mit der Delta-Variante. Für die Studie wurden Infektionen und Krankenhausaufenthalte in Schottland beobachtet.

Zwar konnte eine Verringerung der Zahl der Krankenhausaufenthalte um etwa zwei Drittel festgestellt werden, allerdings gab es nur wenige Fälle und vor allem wenig gefährdete ältere Menschen in der Studie.

Es bleibt die Sorge, dass die extrem hohe Zahl der Fälle die Krankenhäuser überfordern könnte. Denn Omikron bleibt die bisher ansteckendste Mutante von Sars-CoV2.

Virologe Dr. Christian Drosten sprach von einer wegweisenden Studie: "Omikron ist also gegenüber Delta etwas abgeschwächt. Etwas. Unterschiede bei schweren Verläufen weiter unklar", so Drosten auf Twitter.

In Großbritannien wurden am gestrigen Mittwoch zum ersten Mal mehr als 100.000 Fälle an einem einzigen Tag gemeldet.

Politik und Gesundheitsexperten hoffen, dass mit einem besseren Verständnis des Schweregrads der derzeitigen Welle Länder besser entscheiden können, wie sie auf das Virus reagieren sollen.

In Deutschland sorgt man sich um das Zusammenbrechen der sogenannten kritischen Infrastruktur (dazu zählen Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst oder Strom- und Wasserversorgung), sollten die Infektionen so exponentiell ansteigen, wie sie es in Dänemark und Großbritannien tun.