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Corona und Omikron: Nachtclubs offen, aber 1 von 100 in der Schweiz in Quarantäne

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Von Kirsten Ripper  mit AP
Silvester-Feier in einem Nachtclub in Zürich - trotz steigender Corona-Zahlen in der Schweiz
Silvester-Feier in einem Nachtclub in Zürich - trotz steigender Corona-Zahlen in der Schweiz   -   Copyright  Michael Buholzer/AP

In Zürich und in vielen anderen Städten in der Schweiz haben Partybegeisterte Silvester und den Start in das neue Jahr 2022 in Diskotheken und Nachtclubs gefeiert. In den Nachbarländern der Alpenrepublik ist das Nachtleben zur Eindämmung der Omikron-Variante des Coronavirus bis mindestens Mitte Januar eingeschränkt und Tanzen war in der Silvesternacht bestenfalls in kleinen Gruppen zu Hause möglich.

Dabei waren in den vergangenen Tagen die Ansteckungszahlen auch in der Schweiz in die Höhe geschnellt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt mit 1207,3 etwas niedriger als in Frankreich. In Deutschland sieht die Lage weit besser aus: das RKI bezifferte den Wert am 1. Januar 2022 auf 220, Österreich kommt nach dem Lockdown auf knapp unter 200. Italien verzeichnet eine 7-Tage-Inzidenz von 924,4 (Stand 1.1.2022).

Der Bundesrat in Bern bezeichnet die Situation in den Spitälern als besorgniserregend und geht davon aus, dass die Zahl der Ansteckungen und Hospitalisierungen weiter zunehmen wird. Unklar ist laut Schweizer Regierung aber, wie viele der hospitalisierten Personen auf einer Intensivpflegestation behandelt werden müssen.

Am Neujahrswochenende veröffentlicht das Schweizer Bundesamt für Gesundkeit keine neuen Daten. Aber am 31. Dezember befanden sich 58.109 Personen in Isolation, weil sie positiv getestet worden waren und 27.186 weitere Menschen waren in Quarantäne, weil sie Kontakt mit einer infizierte Personen hatten. Das macht zusammen 85.571 Schweizerinnen und Schweizer - also hat eine/r von 100 den Start ins neue Jahr alleine oder nur mit anderen Betroffenen verbracht.

Mehrere Kantone setzen kürzere Quarantäne-Zeit um

Die Dauer der Quarantäne für Personen, die mit einer infizierten Person engen Kontakt hatten, soll von zehn auf sieben Tage verkürzt werden. Das hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) den Kantonen vorgeschlagen. Damit sollen der Ausfall vieler Beschäftigter und die Folgen der hohen Infektionszahlen für die Gesellschaft abgemildert werden.

Tessin, Basel-Stadt, Waadt, Wallis und Jura haben bereits beschlossen die Quarantänezeit - wie vom BAG vorgeschlagen - zu verkürzen. Im Kanton Tessin gilt die kürzere Qurantäne seit diesem 1.Januar, während die neue Regelung in der Waadt, in Basel-Stadt, im Wallis und im Jura tritt am3. Januar 2022 in Kraft tritt.

Michael Buholzer/Keystone
Schlangestehen vor dem Sektor 11 in Zürich in der Schweiz in der SilvesternachtMichael Buholzer/Keystone

Im Nachtclub Sektor 11 war nach dem Ansturm zur Silvesterparty am 1. Januar 2022 eine Hangover-Party geplant. Es gilt 2G +, alle Gäste müssen geimpft oder offiziell genesen sein und einen negativen Test vorweisen.

Komplett gegen Covid-19 geimpft sind in der Schweiz derzeit weiterhin nur 68 Prozent der Bevölkerung.

Weitere Quellen • SRF