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Inzidenz in Deutschland steigt auf 232,4: Kommt jetzt Umdenken auf andere Corona-Zahlen?

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Von Euronews  mit AP, AFP
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Mobiles Testzentrum in Frankfurt
Mobiles Testzentrum in Frankfurt   -   Copyright  Michael Probst/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved

An diesem 3. Januar 2022 ist die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen mit dem Coronavirus laut Robert Koch-Institut auf 232,4 gestiegen. Allerdings gelten die Zahlen von 18 518 bestätigten Ansteckungen und 68 weiteren Todesfällen innerhalb von 24 Stunden weiterhin wegen der Feiertage zum Jahreswelchsel als unzuverlässig.

Den letzten Zahlen zufolge ist die Inzidenz in Deutschland deutlich niedriger als in Frankreich, Spanien oder Italien. In Dänemark liegt die 7-Tage-Inzidenz - Stand 2.1.2022 - bei 2378,1 und damit mehr als zehn Mal so hoch.

Auf Platz 3 der Landkreise mit der höchsten 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt der Landkreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein. In den vergangenen Wochen und Monaten waren die Infektionszahlen in Norddeutschland viel niedriger gewesen als im Osten und im Süden Deutschlands.

Internetseite des Robert Koch-Institut
Karte der 7-Tage-Inzidenz vom 3. Januar 2022Internetseite des Robert Koch-Institut

Am Freitag kommen Bundeskanzler Olaf Scholz, Gesundheitsminister Karl Lauterbach sowie die Minsterpräsidentinnen und -präsidenten der Bundesländer mit dem wissenschaftlichen Expertenrat zusammen. Es wird erwartet, dass die Quarantänezeit auch in Deutschland verkürzt wird, wie es in Spanien und Frankreich bereits praktiziert wird.

Als ein besonderes Problem in Deutschland sehen viele Expertinnen und Experten - darunter der Charité-Virologe Christian Drosten - die vielen Ungeimpften. Besonders gefährdet sind die ungeimpften Personen, die über 60 Jahre alt sind.

In den USA erklärte Regierungsberater Anthony Fauci am Sonntag, es sei an der Zeit, sich weniger auf die Anzahl der Ansteckungen zu konzentrieren, da jetzt "die Infektionen weniger schwerwiegend" sind . Stattdessen, so Fauci im Interview mit ABC, "ist es viel wichtiger, sich auf die Krankenhauseinweisungen zu konzentrieren".

Während die Zahl der Fälle in den USA in die Höhe geschnellt ist, sind die Zahl der Krankenhausaufenthalte und die Zahl der Todesfälle diesem Anstieg zunächst nicht gefolgt. 

Doch zuletzt ist die Zahl der Covid-19-Krankenhauspatientinnen und -patienten gestiegen. Der Präsident der Gesellschaft für Internistische Intensiv- und Notfallmedizin warnt aber auf Twitter vor zu frühzeitigem Jubel. Christina Karagiannidis schreibt: "Die USA sind ein guter Marker für uns. Selbst wenn Omikron endogen weniger krank macht, ist die Zahl der Patienten die gleichzeitig ins Krankenhaus müssen durch die hohe Dynamik nicht zu unterschätzen!"

Anthony Fauci äußerte sich optimistisch über Hinweise darauf, dass die Omikron-Variante weniger schwere Erkrankungen verursachen könnte. Doch auch der US-Virologe hatte schon am Sonntag erklärt, die Zahl der Krankenhauseinweisungen folge oft erst später.