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Norwegischer Massenmörder Breivik nutzt Gerichtssaal für rassistische Propaganda

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Von Oscar Valero
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Norwegischer Massenmörder Breivik nutzt Gerichtssaal für rassistische Propaganda
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Es ist der letzte Tag der Anhörung, die entscheidet, ob der verurteilte norwegische Rechtsterrorist Anders Breivik auf Bewàhrung entlassen werden könnte. Seine Erfolgsaussichten sind gering.

Die norwegische Staatsanwaltschaft hält den verurteilten Massenmörder nach wie vor für sehr gefährlich und will ihn in Sicherheitsverwahrung belassen. Zu einer ähnlichen Einschätzung kam auch ein psychiatrisches Gutachten. Breivik bekannte sich weiter zu seinen rassistischen Ansichten, behauptete aber, der Gewalt abgeschworen zu haben. Er hielt von Beginn an ein Plakat mit einer rechtsextremen Botschaft «Stoppt den Völkermord an weissen Nationen» vor sich in die Höhe. Kurz darauf zeigte er den Hitlergruss.

Lisbeth Kristine Royneland verlor ihre Tochter. sie zeigt sich enttäuscht von einigen Medien: Es sei richtig, das Gerichtsverfahren zu dokumentieren, aber nicht, es live zu übertragen. dies würde Breivik nur eine Bühne bieten.

Er verfolgt einen Plan, wie er die Medien nutzen will, um seine rechtsgerichteten Botschaften zu verbreiten. Und genau das hat er getan.
Lisbeth Kristine Royneland
Verlor ihre Tochter

Ein Beschluss soll zu einem späteren Zeitpunkt und möglicherweise bereits nächste Woche bekanntgegeben werden. Im Juli 2011 hatte Breivik am 22. Juli 2011 zunächst eine Autobombe im Osloer Regierungsviertel gezündet und dabei acht Personen getötet. Danach richtete er auf Utöya ein Massaker unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des jährlichen Sommerlagers der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei an. 69 vor allem junge Menschen wurden auf der Insel getötet.