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Lockerungen trotz Omikron? Lauterbach und Habeck sind dagegen

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Von Verena Schad
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Robert Habeck und Karl Lauterbach am 8 Dezember 2021
Robert Habeck und Karl Lauterbach am 8 Dezember 2021   -   Copyright  -Screenshot- AP 8.12.2021

Mitten in der Omikron-Welle mit steigenden Infektionszahlen diskutiert Deutschland über Lockerungen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und Vizekanzler Robert Habeck bremsen die laufende Debatte über Lockerungen in Deutschland und warnen vor voreiligen Schritten.

Omikron nicht unterschätzen

Eine zu schnelle Öffnung könnte die Welle verlängern, sagte Lauterbach in der Bild am Sonntag. "Unsere Strategie ist bisher gut aufgegangen". Jetzt sei es wichtig, Omikron nicht zu unterschätzen, schreibt er auf Twitter.

Man könne sich relativ kurz nach einer Infektion erneut anstecken. Ein langer Schutz wie bei Delta sei weniger wahrscheinlich und wiederholte Infektionen seien nicht ungefährlich.

Robert Habeck erklärte gegenüber der Funke Mediengruppe, dass man zwar "Öffnungsperspektiven" entwickeln könne, die Lockerungen aber zum richtigen Zeitpunkt kommen müssten, die Omikron-Welle sei noch nicht gebrochen.

Eine Überlastung des Gesundheitssystems müsse ausgeschlossen werden können, bevor Regeln gelockert werden können. Einen Höhepunkt der aktuellen Omikron-Welle in Deutschland vermuten Gesundheitsexperten Mitte Februar.

Koalitionspartner FDP und - aus der Opposition - die CSU drängen schon länger auf baldige Lockerungen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, einst für Vorsicht und scharfe Corona-Maßnahmen bekannt, fordert jetzt einen Stufenplan.

Finanzminister Christian Linder verweist darauf, dass die gesetzlichen Grundlagen der aktuellen Maßnahmen ohnehin am 19. März auslaufen. Er fordert eine baldige Aufhebung von 2G im Einzelhandel.

Auch Nachbar Dänemark bestätigt einen deutlich kürzeren Immunschutz bei der Omikron-Variante und meldet vermehrt Infektionen bei geimpften und geboosterten Menschen.

Bund und Länder in Deutschland wollen am 16. Februar über die weitere Corona-Politik beraten.