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Bis zum Frühling: Corona-Regeln in Deutschland sollen in 3 Schritten gelockert werden

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Von Euronews  mit dpa
Am Ammersee - Symbolbild
Am Ammersee - Symbolbild   -   Copyright  Matthias Schrader/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved

Bei der Konferenz zwischen dem Bundeskanzler und den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder am Mittwoch sollen nach Medieninformationen die Corona-Maßnahmen in drei Schritten bis zum 20. März entscheidend gelockert werden.

Das Beschlusspapier, das am Sonntagabend erarbeitet wurde, liegt dem Spiegel, der FAZ und anderen Medien vor. Und diesem Papier zufolge sollen die Einschränkungen "im Dreischritt" erleichtert werden.

Laut SPIEGEL heißt es in dem Papier: "Der Bundeskanzler und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder stimmen darin überein, dass die derzeit geltenden Infektionsschutzmaßnahmen nunmehr verantwortungsbewusst und in kontrollierten Schritten zurückgefahren werden sollen."

SCHRITT 1: Kontakte und Einzelhandel

Zunächst sollen die auf 10 Personen begrenzten privaten Kontaktbeschränkungen fallen und "private Zusammenkünfte für Geimpfte und Genesene mit mehr Teilnehmenden möglich" sein, wenn diese Personen geimpft oder genesen sind. Kinder unter 14 Jahren werden bei den Beschränkungen weiterhin nicht migezählt.

Im Einzelhandelt sollen die Zugangsbeschränkungen fallen, aber es wird empfohlen, eine FFP2-Maske zu tragen. In einigen Bundesländern ist die FFP2-Maske in Geschäften Pflicht.

SCHRITT 2: Restaurants und Nachtclubs

Ab dem 4. März soll für Restaurants und Cafés wieder die 3G gelten, so dass auch Getestete wieder Zugang haben.

Für Nachtclubs, Diskotheken und Großveranstaltungen sollte dann vorläufig die 2G+-Regel wirksam sein. Über die Höchstzahl an Teilnehmenden wird noch verhandelt.

SCHRITT 3: Keine Homeoffice-Pflicht mehr

Ab dem 20. März sollte die Homeoffice-Pflicht wegfallen - und es sollten nur noch "niedrigschwellige Maßnahmen" - wie beispielsweise Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln - gelten.

In dem Papier heißt es laut FAZ aber auch: "Sollte sich das Infektionsgeschehen nach dem 20. März 2022 deutlich verschlechtern und weitergehende Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Virus nötig sein, wird die Bundesregierung zügig die nötigen Gesetzgebungsverfahren einleiten, um die dazu notwendigen Rechtsgrundlagen zu schaffen."

Auf Twitter regt sich bereits Protest von Menschen, denen die noch gar nicht offiziell angekündigten Lockerungen nicht weit genug gehen.

In vielen europäischen Nachbarländern werden derzeit die Corona-Regeln gelockert. So hat der Bildungsminister in Österreich das Ende der Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler für den 21. Februar angekündigt. In Frankreich dürfen die Kids nach den Februar-Ferien ohne Maske auf den Schulhof - in der Klasse sollen die Masken bis auf Weiteres aber noch getragen werden.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte vor der Bund-Länder-Runde eine stufenweise Exit-Strategie aus den Corona-Beschränkungen gefordert. „Wenn der Omikron-Peak erreicht und das Gesundheitssystem weiterhin intakt ist, braucht es den Einstieg in den Ausstieg“, sagte Söder dpa in München.