Medikamente verschmutzen Flüsse weltweit

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Von Julika Herzog mit AFP
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Rückstände von Medikamenten verschmutzen Flüsse weltweit. Zu diesem Schluss kommt eine gerade veröffentliche Studie.

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Rückstände von Medikamenten verschmutzen Flüsse weltweit.

Toxische Konzentration von Pharmazeutika in Flüssen rund um den Globus

Eine gerade im Fachblatt PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences) veröffentliche Studie aus über 100 Ländern zeigt zum Teil gefährlich hohe Konzentrationen von Antibiotika und anderen pharmazeutischen Produkten in Gewässern rund um den Globus.

Untersucht wurden 258 Flüsse auf der ganzen Welt von der britischen Themse über die Donau, den Mekong und den Ganges, bis zum Amazonas in Brasilien. Das von der Universität York geleitete internationale Team aus 127 Forschenden weltweit hat einheitlich erhobene Daten über 61 Wirkstoffe zusammengetragen, es ist die bisher größte Studie dieser Art.

Besonders ärmere Weltregionen von Verschmutzung betroffen

Die Verschmutzung durch Pharmazeutika stellt eine Bedrohung für Wildtiere dar, durch Medikamente im Wasser können sich außerdem Antibiotikaresistenzen ausbreiten.

Bei mehr als einem Viertel der Standorte wurden potenziell toxische Konzentrationen gemessen, besonders hoch ist die Verunreinigung in ärmeren Weltregionen.

Die Höchstmengen an Pharmazeutika wurden in Lahore, Pakistan, registriert, gefolgt von La Paz, Bolivien, und Addis Abeba, Äthiopien. Absolut gar keine Schadstoffe fand man hingegen in Island und in einem Dorf der indigenen Yanomami im venezolanischen Amazonasgebiet.

Weitere Quellen • PNAS

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