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Moskau kündigt Öffnung humanitärer Korridore an - Ukraine lehnt ab

Moskau kündigt Öffnung humanitärer Korridore an - Ukraine lehnt ab
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Von Euronews
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Moskau kündigt Öffnung mehrerer humanitärer Korridore an

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Kiew lehnt die von Moskau vorgeschlagenen humanitären Korridore nach Belarus und Russland zur Evakuierung von Zivilisten aus zerbombten Städten ab, wie die ukrainische Vizepremierministerin Iryna Wereschtschuk am Montag bekannt gab.

"Das ist keine annehmbare Variante der Öffnung von humanitären Korridoren", erklärte Wereschtschuk am Montag. Die Ukrainer würden nicht aus den nördlich von Kiew gelegenen Orten nach Belarus fahren, um dann per Flugzeug nach Russland gebracht zu werden. 

Wereschtschuk sagte, sie habe Russland vorgeschlagen, Fluchtkorridore innerhalb der Ukraine in den Westen zu öffnen.

Die Waffenruhe hätte ab 10.00 Uhr Ortszeit (9.00 Uhr MEZ) gelten sollen. "Wir verlangen von der Russischen Föderation die Eröffnung von Möglichkeiten für humanitäre Korridore, über die (...) Medikamente und Lebensmittel gebracht werden können", sagte sie.

Humanitäre Korridore für Charkiw, Kiew, Mariupol und Sumy

Die russische Armee hatte für Montag die Öffnung mehrerer humanitärer Korridore und die Einführung lokaler Waffenstillstände angekündigt, damit Zivilisten aus den heftig umkämpften ukrainischen Städten Charkiw, Kiew, Mariupol und Sumy evakuiert werden können.

In der Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums hieß es weiter, dass die Sicherheitskorridore auf das persönliche Ersuchen des französischen Präsidenten Macron und in Anbetracht der aktuellen Situation in diesen Städten errichtet worden sein.

 Zuvor waren Gespräche über eine zeitweilige Waffenruhe gescheitert. Die russische und die ukrainische Seite hatten sich gegenseitig vorgeworfen, die Feuerpause zu missachten.

Dritte Verhandlungsrunde zwischen Ukraine und Russland

Ebenfalls für Montag ist eine dritte Verhandlungsrunde zwischen russischen und ukrainischen Vertretern geplant. Die Zahl der Opfer steigt mit dem zunehmenden russischen Bombardement. Augenzeugen berichten, dass am Sonntag eine Familie mit zwei Kindern in der Nähe von Kiew bei dem Versuch zu fliehen auf der Straße erschossen worden sind.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sparch von vorsätzlichem Mord: "Russland hat offiziell angekündigt, dass morgen unser Territorium bombardiert wird. Unsere Fabriken. Unsere Verteidigungsanlagen. Die meisten wurden vor Jahrzehnten gebaut, sogar von der sowjetischen Regierung. Gebaut in Städten. Und jetzt stehen sie mitten in einer normalen städtischen Umgebung. Tausende Menschen arbeiten dort. Hunderttausende leben in der Nähe. Das ist Mord, vorsätzlicher Mord."

Völkermordklage gegen Russland

Zum ersten Mal seit der Invasion in die Ukraine muss sich Russland vor dem höchsten Gericht der Vereinten Nationen in Den Haag wegen der Verletzung der Völkermord-Konvention von 1948 verantworten. Das UN-Gericht verhandelt am Montag in Den Haag die Dringlichkeitsklage der Ukraine.

Präsident Wladimir Putin weist die Schuld von sich, die Angriffe könnten nur dann gestoppt werden, "wenn Kiew die Feindseligkeiten einstellt".

Die Ukraine fordert Sofortmaßnahmen, um die Kämpfe im Land zu stoppen. Im Friedenspalast in Den Haag werden zunächst die Rechtsvertreter der Ukraine ihren Fall darlegen. Russland hat am Dienstag das Wort.

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