Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

UN-Generalsekretär Guterres besucht Republik Moldau

Access to the comments Kommentare
Von Julika Herzog  mit dpa, AP
euronews_icons_loading
UN-Generalsekretär Guterres in Moldau
UN-Generalsekretär Guterres in Moldau   -   Copyright  Aurel Obreja/ AP

UN-Generalsekretär Antonio Guterres ist nach seinen Besuchen in Moskau und Kiew in die Republik Moldau gereist und zeigt sich besorgt über eine Ausweitung des russischen Krieges in der Ukraine.

Sorge wegen pro-russischer Seperatistenregion Transnistrien

Auch in dem kleinen Nachbarland der Ukraine gibt es eine pro-russische, abtrünnige Region: Transnistrien. Nach mehren Anschlägen in der Separatistenregion, in der russische Soldaten stationniert sind, ist die Regierung der Republik Moldau in höchster Alarmbereitschaft.

"Moldau steht an vorderster Front für die Bewahrung von Frieden und Stabilität in der Welt. Mit dem so nahen Krieg und der Spaltung, die es jetzt gibt. Meine Hoffnung ist, dass es ein klares Verantwortungsbewusstsein aller Akteure geben wird", sagte Guterres.

Und die Premierministerin, Natalia Gavrilit: "Heute ist die Republik Moldau mit beispiellosen Krisen konfrontiert, der Corona-Pandemie, der Energiekrise, der hohen Inflation, einer Neuorientierung des Handels. Aber ungeachtet aller Herausforderungen versichere ich Ihnen, dass sich die Republik Moldau auf dem Weg der Entwicklung, der Demokratie und der Europäischen Integration befindet."

Moldaus Konfliktregion Transnistrien: Neue Vorwürfe gegen Ukraine

Eine weitere Herausforderung ist auch Transnistrien. Die an die Ukraine angrenzende Konfliktregion in der Republik Moldau hatte sich 1990 abgespalten, als die Nationalbewegung der Moldau eine Vereinigung mit dem Nachbarn Rumänien anstrebte, und wird von Russland unterstützt, das etwa 1500 Soldaten dort stationiert hat - angeblich als Friedenstruppen, die alte Waffen- und Munitionsdepots sichern sollen, aber zugleich als Stütze des Separatistenregimes in Tiraspol gelten.

Seit einigen Wochen melden die transnistrischen Separatisten immer wieder Sprengstoff-Anschläge, für die sie und Moskau die Ukraine verantwortlich machen - Kiew dementiert. Und die Republik Moldau wirft Russland vor, die Lage gezielt zu destabilisieren und befürchtet eine russische Intervention.