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Russischer Raketenbeschuss in Ost und West - Ukrainischer Gegenangriff

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Von euronews
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Oleksandra Vakulina, euronews
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euronews-Mitarbeiterin Oleksandra Vakulina erörtert die Lage in den ukrainischen Kampfgebieten:

„Das Institute for the Study of War in Washington berichtet von begrenzten und erfolglosen russischen Vorstößen am Boden entlang der ukrainischen Front. Aber russische Raketen- und Artillerieangriffe wurden in manchen Grenzgebieten verstärkt, da die ukrainische Gegenoffensive im Nordosten an Fahrt aufnimmt.

Im Raum Tschenihiw nördlich von Kiew, so sagte der Leiter der Militärbehörde, hätten russische Einheiten Marschflugkörper auf das Dorf Desna abgefeuert. Im Raum Sumi im Nordosten gab es laut ukrainischem Generalstab entlang der Grenze russisches Geschützfeuer.

Und der russische Beschuss in Teilen des Gebiets um Charkiw wurde fortgesetzt, meldete der Leiter der örtlichen Militärbehörde.

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Durch das Zusammenziehen russischer Einheiten rund um Charkiw soll unter anderem versucht werden, die ukrainischen Truppen daran zu hindern, weiter nach Norden vorzurücken. Dieses Vorgehen unterscheidet sich von früheren russischen Rückzügen bei Kiew, Tschenihiw und Sumi, als die russischen Einheiten vollständig zurück auf russisches Gebiet verlegt wurden.

In ukrainischen Berichten heißt es, dass russische Kräfte an der Front in Luhansk und Donezk vorzustoßen versuchen, diese Bemühungen aber abgewehrt worden seien. Doch der Beschuss mit Artillerie und die Luftangriffe im Osten halten an.

Auch im Westen gab es Raketenangriffe: Ein ukrainischer Militärstützpunkt, rund 15 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt, war am Dienstagmorgen russischem Beschuss ausgesetzt, so der Chef der Militärbehörde von Lwiw. Er sagte, die Eisenbahninfrakstruktur sei beschädigt worden.

Das britische Verteidigungsministerium meldet, dass Russland bereit sei, Artillerie in Wohngebieten einzusetzen, ohne dabei auf negative Auswirkungen oder Verhältnismäßigkeit zu achten. Dem britischen Geheimdienst zufolge wird Russland in den kommenden Wochen wohl weiterhin auf starken Artilleriebeschuss setzen, um bei seinem Vorstoß im Donbas zu versuchen, wieder die Oberhand zu gewinnen."