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Wiederaufbau-Konferenz in Lugano: Ukraine braucht mehr als 750 Milliarden Dollar

Präsident Selenskyj wendet sich per Videoschalte an die Wiederaufbau-Konferenz in Lugano
Präsident Selenskyj wendet sich per Videoschalte an die Wiederaufbau-Konferenz in Lugano Copyright Alessandro della Valle/Keystone via AP
Copyright Alessandro della Valle/Keystone via AP
Von Euronews mit DPA/AP/AFP
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Dies sei kein lokaler Konflikt irgendwo im Osten, sondern ein Angriff aus Russland auf die gemeinsamen Werte, betonte Präsident Wolodymyr Selenskyj per Videoschalte. Ebenso sei auch der Wiederaufbau kein lokales Projekt, sondern eine gemeinsame Aufgabe der zivilisierten Welt.

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Delegationen aus rund 40 Ländern und Vertreter internationaler Institutionen beraten in Lugano über einen Fahrplan für den Wiederaufbau der Ukraine.

Dies sei kein lokaler Konflikt irgendwo im Osten, sondern ein Angriff aus Russland auf die gemeinsamen Werte, betonte Präsident Wolodymyr Selenskyj per Videoschalte,

Ebenso sei auch der Wiederaufbau der Ukraine kein lokales Projekt einer einzelnen Nation, sondern eine gemeinsame Aufgabe der zivilisierten Welt.

Wiederaufbau mit russischem Geld?

Das vom Krieg zerstörte Land benötige mindestens 750 Milliarden Dollar (umgerechnet knapp 720 Milliarden Euro), erklärte der ukrainische Regierungschef Denys Schmyhal zum Auftakt der Konferenz. Für die Finanzierung könnten im Westen eingefrorene russische Vermögenswerte herangezogen werden, so Schmyhal. Rund 300 bis 500 Milliarden Dollar seien weltweit konfisziert worden.

Experten warnen allerdings vor juristischen Hürden. Nötig wären unter Umständen Urteile vor internationalen Gerichten. Oligarchen müsste eine direkte Verantwortung für Beiträge zum Kriegsgeschehen nachgewiesen werden.

Eine Art Marshallplan für den Wiederaufbau der Ukraine

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bekräftigte erneut, die Europäische Union werde die Ukraine unterstützen. Europa habe eine besondere Verantwortung und ein strategisches Interesse daran, das Land auf diesem Weg zu begleiten.

"Die Ukraine wird mutige Reformen brauchen. Aber Reformen sollten Hand in Hand mit Investitionen gehen. Wir alle wissen, dass das Ausmaß der Zerstörung atemberaubend ist. Und die Kosten steigen mit jedem Tag dieses sinnlosen Krieges."

Zum Abschluss der Konferenz in der Schweiz am Dienstag ist eine gemeinsame Erklärung geplant. Ziel der Teilnehmenden ist eine Art Marshallplan für den Wiederaufbau der Ukraine - ähnlich wie nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und anderen europäischen Staaten

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