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Ukraine will mit 1 Mio. Soldaten Süden von Russland zurückerobern - Flucht notfalls in die Krim

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Von Euronews  mit dpa, AFP, AP
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Ukrainische Soldaten an der Front in der Region Donezk
Ukrainische Soldaten an der Front in der Region Donezk   -   Copyright  Nariman El-Mofty/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Der Verteidigungsminister der Ukraine Olexij Resnikow hat im Interview mit der britischen TIMES erklärt, eine Million Soldaten sollten mithilfe westlicher Waffen die von Russland besetzten Gebiete im Süden des Landes zurückerobern.

Zugleich wurden die Menschen in den Regionen Cherson und Saporischschja dringend dazu aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und notfalls auch in die Krim zu fliehen. Die Halbinsel Krim ist seit 2014 von Russland annektiert. Vize-Regierungschefin Irina Wereschtschuk sagte, die Bewohnerinnen und Bewohner sollten nicht bei der ukrainischen Rückeroberung zwischen die Fronten geraten.

Nach Saporischschja waren im Frühjahr zehntausende Menschen aus Mariupol evakuiert worden, die Stadt Cherson ist seit Beginn des Krieges von russischen Truppen besetzt, aber Bewohnerinnen und Bewohner protestierten immer wieder gegen die Besatzung.

Nach dem Raketenangriff auf die ukrainische Ortschaft Tschassiw Jar, in der Region Donezk, suchen Rettungskräfte weiter nach Überlebenden. Bislang wurden nach Angaben des Präsidentenbüros 15 Menschen tot aus einem eingestürzten Wohnblock geborgen. Mindestens 23 Personen würden noch vermisst.

In dem Wohnviertel der Stadt, 20 Kilometer südöstlich von Kramatorsk, leben vor allem Menschen, die in den nahe gelegenen Fabriken arbeiten.

Eine Frau berichtet: "Mein Sohn ging nachsehen, wo die Rakete eingeschlagen war. Als die zweite einschlug, ist er mit seinem Vater zusammen mit den Türen hinausgeschleudert worden."

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezog sich in seiner Videoansprache auch auf den Raketenangriff – er drohte russischen Soldaten mit Konsequenzen. Russlands Truppen hätten einmal mehr gezeigt, dass sie vorsätzlich auch in Wohngebieten töten würden, so Selenskyj.

Moskau bestreitet weiterhin, absichtlich Zivilisten zu bombardieren.

Weitere Quellen • The Times