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"Öko-Ingenieure" für England: Erste wilde Wisente in Kent

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Von Euronews  mit AP, AFP
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Europäische Bisons werden in die Wildnis von Kent entlassen, 18.07.2022
Europäische Bisons werden in die Wildnis von Kent entlassen, 18.07.2022   -   Copyright  WILLIAM EDWARDS/AFP or licensors

Das ist die Leitkuh, eine von drei europäischen Wisenten, die in einem Waldgebiet von rund 50 Hektar im englischen Kent leben werden. Der Wildwood Trust, Initiator des Projekts, erhofft sich viel von der Anwesenheit der Herdentiere:

"Mit den Bisons wollen wir das Ökosystem- und einen einheimischen englischen Wald wiederherstellen, und alles, was in und um diese Art von Lebensraum gedeiht. Das ist von entscheidender Bedeutung. Wir wollen keine Maschinen einsetzen, die die Probleme, die wir hier sehen, noch verschlimmern. Der Einsatz einheimischer Ressourcen - 'Öko-Ingenieure', wie wir sie gerne nennen, in diesem Fall in Form des europäischen Bisons - sind genau das Richtige", erklärt Mark Habben, Angestellter und selbsternannter "Bison King" das Anliegen.

Ihre Wiederansiedlung in freier Wildbahn stellt einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Bestands und gefährdeter Lebensräume dar. Zudem sollen sie die Artenvielfalt erhöhen CO2-Emissionen verringern helfen. Demnächst soll ein Bulle in die Wildnis von Kent entlassen werden - in der Hoffnung, dass es schon bald eine neue Herde geben wird.

Wisente waren ursprünglich weit verbreitet in Europa - doch das letzte wild lebende Tier wurde 1927 erlegt. Die heutigen Bisonbestände sind Nachfahren von 50 Tieren in Zoos und Tiergehegen.

Durch intensive Bemühungen zur Erhaltung der größten europäischen Rinderart gibt es derzeit weltweit rund 8.500 Tiere.