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Große Erdgasvorkommen vor Zypern: Geopolitischer Zankapfel?

Versorgungsschiff einer Gasförderanlage vor der Küste Zyperns (Aufnahme vom 3. 11. 2021)
Versorgungsschiff einer Gasförderanlage vor der Küste Zyperns (Aufnahme vom 3. 11. 2021) Copyright Petros Karadjias/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Von euronews
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Dass die Mittelmeerinsel in einen griechisch- und in einen türkischsprachigen Teil gespalten ist, könnte auch hier für Hindernisse sorgen.

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Vor der Mittelmeerinsel Zypern schlummern Probebohrungen zufolge große Erdgasvorkommen.

Das Gebiet südlich von Zypern, in dem nach dem Energieträger gesucht wird, ist in mehrere Untereinheiten aufgeteilt worden, für die mehrheitlich das italienische Unternehmen ENI, gefolgt vom Total-Konzern aus Frankreich die Nutzungsrechte erhalten hat. Euronews befragte Zyperns Energieministerin Natasa Pilidou zu den Erdgasfunden.

„Die Vorkommen sind ersten Erkenntnissen und Schätzungen zufolge, die wir von ENI und Total bekommen haben, nutzbar“, sagte sie. „Diese beiden Unternehmen sind für diesen Teil der Ausschließlichen Wirtschaftszone Zyperns zuständig. Vorläufige Schätzungen zeigen ein Ausmaß von 2,5 Billionen Kubikfuß. Nach dem Abschluss der Bohrungen am Punkt Saturn 1 haben bereits Bohrungen am Punkt Zeus 1 begonnen, der in der Nähe und im selben Feld liegt. Die Unternehmen meinen, dass dort weitere Vorkommen lagern könnten“, so Pilidou.

Dass die Insel Zypern gespalten ist, nämlich in einen griechisch- und in einen türkischsprachigen Teil - sorgt auch hier für Hindernisse.

Pilidou: „Die Lösung der Zypernfrage würde eine Normalisierung der Beziehungen der Länder dieses Gebietes und der bestehenden Schwierigkeiten bedeuten. Allerdings sind Verträge mit Unternehmen, die in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Zyperns tätig sind, geschäftliche Vereinbarungen, die nichts mit geopolitischen Angelegenheiten zu tun haben. Diese Angelegenheiten betreffen die Aufteilung des Erdgases zwischen der Republik Zypern und der türkisch-zyprischen Gemeinde."

Da viele europäische Staaten kein Erdgas mehr aus Russland beziehen wollen, sind sie auf der Suche nach anderen Möglichkeiten, den Energieträger anzukaufen. Vielleicht künftig aus Zypern.

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