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Abstimmungen über mögliche russische Zukunft: Kiew und der Westen sprechen von Scheinreferenden

Eine Frau in Mariupol stimmt ab.
Eine Frau in Mariupol stimmt ab. Copyright AP/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved
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Von euronews
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In den ukrainischen Gebieten Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja wird seit diesem Freitag bis zum 27. September abgestimmt.

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Mitten im Krieg werden in vier, von russischen beziehungsweise Moskau-nahen Truppen gehaltenen ukrainischen Regionen Volksbefragungen durchgeführt, die vom Westen als Scheinreferenden und als völkerrechtswidrig eingestuft werden. Die örtliche Bevölkerung soll per Wahlzettel entscheiden, ob ihre Region künftig zu Russland gehören soll.

Moskau betont, der Beschluss, die Befragungen durchzuführen, sei von den vier Gebieten ausgegangen. Präsident Wladimir Putin sagte, man unterstütze die Zukunftsentscheidung der Menschen.

Denis Puschilin, von Moskau eingesetzter Verwaltungschef der Region Donezk, sagte: „Es wird Geschichte geschrieben. Alle Menschen im Donbas, die in diesen acht langen Jahren all diese Prüfungen tapfer überstanden haben, sind eingebunden. Die Leute haben sich von der Entscheidung von 2014 nicht entmutigen lassen - ganz im Gegenteil."

Kreml-Sprecher Dimitri Peskow betonte, eine Eingliederung der vier Gebiete in die Russische Föderation könne schnell vonstattengehen. Sie machen rund 15 Prozent des ukrainischen Staatsgebietes aus. Kiew kündigte an, die Gebiete zurückerobern zu wollen, was Moskau laut Peskow als Angriff auf Russland erachten würde.

„Wir alle arbeiten daran, die weltweite Unterstützung für die Ukraine zu erhöhen. Das ist neben dem, was unsere Truppen jeden Tag und in jeder Minute auf dem Schlachtfeld tun, die beste Antwort auf die aus Russland kommenden Fälschungen, Vorgänge und Gefahren“, so Oleksandr Kornienko, stellvertretender ukrainischer Parlamentspräsident.

Die Abstimmungen in den Gebieten Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja wurden am Dienstag angekündigt und sollen bis zum 27. September durchgeführt werden. Kiew sieht diese rasche Entscheidung in einem Zusammenhang mit der jüngsten militärischen Entwicklung und den zuletzt vermeldeten ukrainischen Gebietsgewinnen.

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