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„Wir wollen die iranische Scharia nicht, so einfach ist das“

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Von euronews
Kundgebung in Istanbul
Kundgebung in Istanbul   -   Copyright  AFP   -  

Die seit Tagen andauernden Proteste im Iran finden auch Widerhall im Ausland. Vor dem iranischen Konsulat in Istanbul fand eine kleine Solidaritätskundgebung statt, auf der Frauenrechte eingefordert wurden und Kritik an der politischen Führung der Islamischen Republik geübt wurde.

Entzündet hatten sich die in Gewalt umgeschlagenen Proteste im Iran am Tod von Mahsa Amini. Die 22-jährige Kurdin starb in Polizeigewahrsam unter ungeklärten Umständen, nachdem sie gegen die Kleiderordnung verstoßen haben und deshalb festgenommen worden sein soll.

„Im Iran gibt es kein Internet, und sie töten Menschen einfach in aller Stille, weil es kein Internet gibt. Mir fehlen die Worte. Ich denke, alle wissen, was für ein Land der Iran ist. Wir erwarten Unterstützung von allen, vor allem von Frauen“, so eine Teilnehmerin der Istanbuler Kundgebung.

„Ich bin Schriftstellerin im Iran, ich habe Bücher geschrieben, sie haben mich gefoltert. Warum? Weil ich eine Frau bin, weil ich die iranische Scharia nicht hinnehme. Wir wollen die iranische Scharia nicht, so einfach ist das“, so eine Frau.

„Tragischer Vorfall, der gerade untersucht wird"

Das iranische Außenministerium warf westlichen Ländern Scheinheiligkeit vor und beklagte, diese missbrauchten einen „tragischen Vorfall", der gerade untersucht werde, um Störenfriede zu unterstützen. Amtlichen Angaben nach sind im Iran bisher mehr als 1200 Menschen festgenommen worden. Bei den Unruhen hat es mindestens 41 Tote gegeben. In Teheran hatten die Regierenden Demonstrationen für die strenge Kleiderordnung organisiert.